
Wien: Treffen der religionszuständigen Behörden in EU-Staaten
Erstmals kamen vergangene Woche die Kultusämter bzw. religionszuständigen Stellen von zahlreichen EU-Staaten in Wien zu einem informellen Treffen zusammen. "Diese Initiative, die vom österreichischen Kultusamt ausging, soll den Dialog und die Zusammenarbeit der EU-Länder in Bezug auf religionsbezogene Themen ermöglichen", erklärte Kultusamtsleiter Florian Welzig am Dienstag im Interview mit Kathpress. Insgesamt 21 Teilnehmer aus 16 EU-Mitgliedsstaaten waren der Einladung nach Wien gefolgt. Begrüßt wurde die Gruppe vom Generalsekretär im Bundeskanzleramt, Bernd Brünner.
"Gerade in diesem so wichtigen grundrechtlichen Bereich ist der Austausch einerseits mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften, andererseits aber auch der zuständigen Behörden der verschiedenen Staaten untereinander sinnvoll und trägt zur Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses bei", führte Welzig weiter aus. Die Gespräche in Wien seien für alle Beteiligten derart positiv gewesen, dass das Netzwerktreffen dieser Art auch in Zukunft fortgesetzt werden soll.
Dem seit 2014 beim Bundeskanzleramt angesiedelten Kultusamt obliegt die Aufgabe, die staatlichen religionsrechtlichen Vorschriften zu vollziehen. Insbesondere ist es für die Entscheidung über Anträge zur Registrierung religiöser Bekenntnisgemeinschaften und die Anerkennung von Kirchen und Religionsgesellschaften zuständig. Seitens der Regierung ist Bundesministerin Susanne Raab für das Kultusamt zuständig. Seit Ende August 2019 steht Florian Welzig an der Spitze der Behörde. Das Kultusamt hat zudem informative und beratende Aufgaben gegenüber allen anderen Behörden wie Ministerien, Landesregierungen, Gerichten und Ämtern, wenn diese beim Vollzug ihrer Vorschriften mit Religionsgemeinschaften in Kontakt kommen oder mit religiösen Angelegenheiten der Staatsbürger befasst werden.
Quelle: kathpress