
Wien: Friedensfeier mit Aufruf, "Handwerker des Friedens" zu sein
Der Aufruf, "Handwerker des Friedens" zu sein, stand am Sonntag im Zentrum eines Friedensgottesdiensts der katholischen Friedensbewegung "Pax Christi" in Wien. Unter dem Motto der Botschaft des heurigen Weltfriedenstages "Niemand kann sich allein retten. Nach Covid-19 neu beginnen, um gemeinsam Wege des Friedens zu erkunden" feierten der Wiener Dompfarrer Toni Faber und P. Alois Riedlsperger, langjähriger Leiter der katholischen Sozialakademie, den Gottesdienst mit der Gemeinde, wie "Pax Christi" am Montag mitteilte.
Um die Grundlage für eine friedlichere und gerechtere Welt zu schaffen, müssten die Menschen zulassen, "dass unser Herz verändert wird, dass wir im Licht des Gemeinschaftssinns, in allumfassender Geschwisterlichkeit die Grundlagen für eine gerechtere und friedlichere Welt schaffen", betonte Riedlsperger in seiner Predigt. Dabei dürfe nicht vergessen werden, "dass die vielfältigen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Krisen miteinander verbunden sind", konkret als Ursachen und Folgen, insbesondere für: "Gesundheitsversorgung, Nahrung und menschenwürdige Arbeit, Integration von Migranten, Klimawandel."
Vor neun Jahren habe Papst Franziskus seine erste Botschaft zum Weltfriedenstag mit dem Titel "Brüderlichkeit/Geschwisterlichkeit - Fundament und Weg des Friedens" veröffentlicht, erinnerte Riedlsperger. "Es geht Papst Franziskus um eine Welt in Gemeinschaft mit anderen, in denen wir nicht Feinde und Konkurrenten sehen, sondern Geschwister", so der Jesuit. Neun Jahre später thematisiere der Papst nun erneut dieses Anliegen nach der Corona-Pandemie - mit der Einsicht "Niemand kann sich allein retten", wie der Ordensmann betonte.
Quelle: kathpress