
Eisenstadt: Schwestern vom Göttlichen Erlöser beenden Generalkapitel
Sr. Johanna Vogl bleibt Generaloberin der Schwestern vom Göttlichen Erlöser. Sie wurde dieser Tage beim Generalkapitel des Ordens in Eisenstadt wiedergewählt, wie die Diözese Eisenstadt am Freitag mitteilte. Der in Frankreich gegründete Orden ist seit 1863 im Burgenland tätig und hat seit 2019 sein Generalat in Eisenstadt.
Johanna Vogl ist Eisenstädterin. Sie war ab 1981 an der katholischen Privatschule Theresianum als Professorin für Latein und Religion sowie als Erzieherin tätig. Von 1999 bis 2017 leitete sie als Direktorin die Höheren Schulen im Theresianum-Eisenstadt. Zwei Perioden war sie als Provinzrätin bzw. als Provinzvikarin in der Provinzleitung der Österreichischen Provinz tätig. 2017 wurde Sr. Johanna erstmals zur Generaloberin gewählt. Die Kongregation, deren Mitglieder in vier Staaten - Österreich, Ungarn, Slowakei und USA - wirken, hat seit 2019 ihr Generalat nicht mehr in Rom, sondern in Eisenstadt.
Sr. Johanna Vogl wird somit die Kongregation auch in den kommenden sechs Jahren leiten. Ihr zur Seite stehen die Generalrätinnen. Gewählt wurden Sr. Julia Zarembová und Sr. Annunciata Kolakovská aus der Slowakischen Provinz sowie Sr. Margit Kuchta aus der Ungarischen Provinz.
Der Eisenstädter Generalvikar Michael Wüger feierte am Donnerstag den Abschlussgottesdienst des Generalkapitels. Wüger hob in seiner Ansprache hervor, dass die neue Periode der Arbeit für die Kongregation in eine Zeit falle, wo vieles aus den Fugen gerät: "Europa steht mitten in einem Krieg. Die Kirche verfügte noch vor Jahren über stärkeres Wachstum und eine andere Gestalt." Das mache nachdenklich, dürfe aber nicht dazu führen, in Mutlosigkeit fallen zu verfallen. Der Blick müsse in Zuversicht nach vorn gerichtet sein, "denn eines dürfen wir uns nicht nehmen lassen: den inneren Frieden, den Frieden Christi." Nur dieser Friede halte die an Christus Glaubenden im Innersten zusammen.
Er wolle zudem der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser "ein herzliches Vergelt's Gott sagen für alle wertvollen Dienste in unserer Diözese und in allen weiteren Provinzen". Diese vielfältigen Dienste erstreckten sich über mehrere Bereiche in Bildung und Seelsorge: Schulen, Kindergärten, Priesterseminar, Krankenhaus, Pflegedienst und vieles mehr. Hervorzuheben sei besonders der Dienst des Gebetes für viele Anliegen und für viele Menschen.
Die Eröffnungsmesse des Generalkapitels am 11. Juli hatte Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics mit den Schwestern gefeiert.
Schwestern vom Göttlichen Erlöser
Elisabeth Eppinger (1814-1867) gründete 1849 in ihrem Heimatort Bad Niederbronn im Elsass die bis heute international tätige Ordensgemeinschaft der Schwestern vom Göttlichen Erlöser. 1854 wurde die Gemeinschaft vom französischen Staat anerkannt. 1866, ein Jahr vor dem Tod der Gründerin, erfolgte die Bestätigung durch Papst Pius IX. Am 9. September 2018 wurde Mutter Alfons Maria Eppinger in der Kathedrale von Straßburg selig gesprochen.
Schon seit 1857 ist die Schwesterngemeinschaft auch in Österreich (Wien und heutiges Burgenland) tätig. Die Aufgabenschwerpunkte liegen im Gesundheitswesen, der Altenhilfe, in der schulischen und außerschulischen Erziehungs- und Bildungsarbeit, in der Sozialarbeit, in der Seelsorge und im Gebet.
Die Kongregation gliedert sich in drei Provinzen (Österreich, Slowakei und Ungarn) und in eine Region (USA). Die Niederlassungen in Österreich gehören aus historischen Gründen zu zwei unterschiedlichen Kongregationen, die aus dem gleichen Orden hervorgegangen sind. Die Schwestern vom Göttlichen Erlöser ("Niederbronner Schwestern") der Provinz Deutschland und Österreich sind u.a. in Wien im Schulzentrum Kenyongasse und in Niederösterreich im Bildungszentrum Gleiss (Sonntagberg) tätig. Die Schwestern der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (SDR) mit dem Generalat in Eisenstadt betreiben im Burgenland u.a. das Eisenstädter Schulzentrum Theresianum und das "Marianum" in Steinberg-Dörfl. Schwestern wirken zudem in den Krankenhäusern der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt, Salzburg und im Altenheim Rechnitz.
Quelle: kathpress