
Krautwaschl leitet am Samstag Requiem für "Vinzi-Pfarrer" Pucher
Der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl leitet am kommenden Samstag, 12. August, um 14 Uhr das Requiem für den am 19. Juli im 85. Lebensjahr verstorbenen "Armen-Pfarrer" Wolfgang Pucher. Die von ihm vor mehr als drei Jahrzehnten gegründeten "VinziWerke" gaben in ihrer Ankündigung eine Liste prominenter Trauergäste bekannt, die die überregionale Bedeutung des Grazer Ordenspriesters unterstreicht: Ihr Kommen haben Erzbischof Franz Lackner (Salzburg), Bischof Herrmann Glettler (Innsbruck), Landeshauptmann Christopher Drexler und sein Vorgänger Hermann Schützenhöfer, die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr und ihr Vorgänger Alfred Stingl, Landesrätin Doris Kampus sowie weitere Wegbegleiter Puchers zugesagt.
Mit dabei sein werden auch haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende der "VinziWerke Österreich", Gäste deren Einrichtungen, Mitglieder der Pfarre St. Vinzenz, Bürgermeister Franticek Rácz aus Hostice (Slowakei), wo Pfarrer Pucher ein Hilfsprojekt für in Graz bettelnde Roma initiierte, und "viele Menschen, die er durch sein Wirken inspiriert hat", wie es in der Aussendung heißt.
Zum Ablauf der Trauerfeierlichkeiten gaben die "VinziWerke" bekannt, am Samstag bestehe ab 8 Uhr die Möglichkeit, in der Pfarrkirche St.Vinzenz persönlich von Pucher Abschied zu nehmen. Das Requiem mit Bischof Krautwaschl beginnt um 14 Uhr in der Kirche St.Vinzenz und wird zeitgleich in ein großes Zelt im Pfarrgarten übertragen, um den vielen Trauergästen mehr Platz zu bieten. Die Predigt hält auf Wunsch des Verstorbenen der Grazer Hochschulseelsorger Alois Kölbl. Danach folgen eine Agape und die Beisetzung Puchers im kleinen Kreis auf dem Friedhof St. Leonhard, die für alle anderen Trauernden in der Kirche übertragen wird.
Pucher hegte für sein Begräbnis einen mehrfach geäußerten Wunsch: Er wollte, dass das Straßenschild der Heßgasse in sein Grab mit hineingelegt wird. In dieser Grazer Gasse, die heute übrigens namenlos ist, war in den 1970er-Jahren eine "Delogiertensiedlung", derer sich der Priester nach seiner Rückkehr vom österreichischen St. Georgskolleg in Istanbul annahm.
Für all jene, die nicht persönlich an den Trauerfeierlichkeiten teilnehmen können, übertragen die "VinziWerke" sowohl das Requiem als auch die Beisetzung auf dem YouTube-Kanal der Diözese Graz-Seckau.
Armendienst ist Gottesdienst
Im Jahr 1990 gründete Pfarrer Wolfgang Pucher mit 12 jungen engagierten Menschen die Jugendvinzenzgemeinschaft, aus der später insgesamt 40 Einrichtungen und Projekte, "die Vinzenzgemeinschaft Eggenberg - VinziWerke", entstanden. Das tägliche Wirken des Angehörigen des Lazaristenordens und damit sein Vermächtnis standen von Anfang an im Zeichen des Dienstes an den Ärmsten unserer Gesellschaft. "Für Menschen in Not setzte sich Wolfgang Pucher beherzt und konsequent gegen alle Widerstände ein", getragen von der Überzeugung: "Armendienst ist Gottesdienst", so die "VinziWerke".
(Nachruf zu Pfarrer Wolfgang Pucher: www.vinzi.at; Spenden anstelle von Kranz- und Blumenspenden sind erbeten an die Konten der "VinziWerke", AT34 2081 5022 0040 6888, und der Pfarre St.Vinzenz, Kennwort "Pfarrcaritas", AT47 2081 5022 0040 0543).
Quelle: kathpress