
Kirchensportler kritisieren mangelnde Regeneration im Profifußball
Angesichts der Verletzungsmisere im Österreichischen Fußball-Nationalteam vor dem Spiel gegen Belgien am Freitag in Wien, mahnt die Diözesansportgemeinschaft Österreichs (DSGÖ) mehr Schutz für Profisportlerinnen und -sportler ein. Die Kirchensportler kritisieren, dass die Anforderungen etwa im Fußball durch die stetig steigende Zahl an Pflichtspielen aus Profitgründen letztlich zulasten der Schonung und Regeneration der Athleten gehe.
Österreichs Teamchef Ralf Rangnick muss beim EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien, die Ausfälle zahlreicher Stammspieler kompensieren. So fallen etwa Kapitän David Alaba (Real Madrid) und Stürmer Marko Arnautovic (Inter Mailand) verletzungsbedingt aus. "Sie sind Österreichs Lieblinge und wenn sie verletzt ausfallen, dann schmerzt das die ganze Nation!", betonen Pepi Frank und Sepp Eppensteiner von der DSGÖ. Die Verletzungen machten deutlich, wie hart die Anforderungen an die Profis mittlerweile seien.
Wie im Skiport gebe es auch im Fußball immer wieder viele Verletzte, so die Kirchensportler. "Oder die Vereine schonen ihre Spieler, die dann für die entscheidenden Länderspiele absagen müssen." Die DSGÖ warne deshalb davor, die Spieler zulasten der Regeneration körperlich zu überfordern. "Auch für Superstars sollte gelten: Sport solle Freude bringen und der Gesundheit dienen, anstatt die Athleten auszubrennen", schlossen die DSGÖ-Vertreter.
Quelle: kathpress