
OÖ: Alt-Landeshauptmann Pühringer würdigt Bischof Scheuer
Das Wirken des Linzer Bischofs Manfred Scheuer für Kirche und Gesellschaft hat der oberösterreichische Altlandeshauptmann Josef Pühringer gewürdigt. In einem Gastkommentar im "Oberösterreichischen Volksblatt" schreibt Pühringer, dass Persönlichkeiten wie Scheuer eine gute Visitenkarte für die Kirche im 21. Jahrhundert seien.
Anlass der Würdigung war Scheuers Ernennung zum Bischof durch Johannes Paul II. vor rund 20 Jahren. Am 21. Oktober 2003 ernannte er ihn zum Bischof der Diözese Innsbruck. Die Bischofsweihe (durch Erzbischof Alois Kothgasser) erfolgte am 14. Dezember 2003 im Innsbrucker Dom. Seit 2016 ist Scheuer Bischof der Diözese Linz.
Scheuer sei ein Segen für die Diözese Linz, "denn die Zeiten für die Kirche waren und sind turbulent. Da braucht es nicht nur einen exzellenten, auf der Höhe der Zeit agierenden Theologen, sondern auch einen sehr guten Seelsorger, vor allem einen, der die Augen vor den Realitäten nicht verschließt!", so Pühringer.
Scheuer sei kein Reformer der Reform wegen, es gehe ihm um die Sache: "Die Kirche muss auf der Höhe der Zeit sein, wenn sie ihre Aufgaben erfüllen will, davon ist er fest überzeugt." Auskunft im Glauben geben, bedeute, "die Menschen mit Gott in Berührung bringen". Es gehe beispielsweise um Lebenssinn, um Würde im Alter, in Krankheit, in Gebrechlichkeit, in Hilflosigkeit. "Menschen mit Gott in Berührung zu bringen, das ist der Kernauftrag der Kirche, den sie durch Sakramentenspendung, Eucharistiefeier, Verkündigung, Caritas, Seelsorge, Gemeindeleben, (...) zu erfüllen hat", so Pühringer
Was Scheuer neben seinen vielen Fähigkeiten und Begabungen besonders auszeichne, sei seine Glaubwürdigkeit: Bei Bischof Scheuer stünden "Reden und Tun im Einklang", so Pühringer und abschließend: "Bischof Manfred drängt nicht in die ersten Reihen, er ist bescheiden, uneitel und er vertritt die Botschaft der Kirche klar, aber nicht aufdringlich, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern einladend! Er verkündet keine Drohbotschaft, sondern die Frohbotschaft!"
Quelle: kathpress