
Zahlreiche orthodoxe Wasserweihen in ganz Österreich
Die "Große Wasserweihe" in der orthodoxen Kirche ist seit vielen Jahren zu einem festen Bestandteil der religiösen Landschaft Österreichs geworden. Eigentlicher Termin für die "Wasserweihe" ist das Hochfest der Epiphanie am 6. Jänner. An diesem Tag führte der orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis) den feierlichen Ritus wieder am Wiener Donaukanal durch. Mit dabei war auch wieder der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics, der damit seine ökumenische Verbundenheit mit dem orthodoxen Christen zum Ausdruck brachte. Den ganzen Jänner über ist Metropolit Arsenios nun in den orthodoxen Gemeinden in Österreich (und Ungarn) unterwegs, um auch dort den Ritus vorzunehmen.
Dieses Wochenende wird der orthodoxe Metropolit die Wasserweihe in Innsbruck (Samstag) und Bregenz (Sonntag) vornehmen. Das Wochenende darauf reist Kardamakis an den Plattensee nach Ungarn. Metropolit Arsenios ist nicht nur für Österreich, sondern auch für Ungarn zuständig. Für die Leitung des ungarischen Exarchats steht ihm Weihbischof Paisios zur Seite. Dieser führte bereits am 6.Jänner den Ritus der Wasserweihe in Budapest am Donauufer durch.
Am vergangenen Wochenende stand Metropolit Arsenios einer Göttlichen Liturgie mit anschließender Wasserweihe (an der Mur) in Graz vor und auch in St. Andrä am Zicksee im Burgenland, wo sich das erste orthodoxe Kloster Österreichs befindet, wurde die Wasserweihe bereits gefeiert. Heuer war keine direkte Wasserweihe am See möglich, die Mönche vollzogen die Weihe im Kloster.
Wasserweihe am Zicksee
Von 2016 bis 2020 wurde die Wasserweihe am Zicksee durch Metropolit Arsenios gefeiert. Nach einer coronabedingten Pause und der vollständigen Austrocknung des Sees im Jahre 2022 fand 2023 eine Große Wasserweihe direkt im staubtrockenen Seebett statt, bei der auch für ein Ende der Wasserknappheit gebetet worden war. Der überdurchschnittliche Niederschlag der letzten Wochen hat nun zwar dazu geführt, dass der Zicksee wieder an Feuchtigkeit gewonnen hat und an mehreren Stellen mit wenige Zentimeter tiefen Lacken benetzt ist. Der schlammige See wäre allerdings kaum zu betreten gewesen, zudem hätte das traditionelle Werfen des Kreuzes in den feucht-schlammigen Seeboden dem Charakter einer würdevollen Weihehandlung nicht entsprochen. So entschlossen sich die Mönche zur Feier im Kloster.
Bei der "Großen Wasserweihe" wird für das Land und seine Menschen, für alle Notleidenden und Schutzsuchenden gebetet. Zugleich wird die Natur und Schöpfung geweiht. In der Wasserweihe kommt daher auch der Einsatz der Christinnen und Christen für die Bewahrung der Schöpfung zum Ausdruck.
Quelle: kathpress