
Medienexpertin: Themen Kirche, Glaube und Lokales bleiben relevant
Die Weiterentwicklung der Kirchenpresse war Thema der jüngsten Jahrestagung der österreichischen Kirchenzeitungen, die heuer in St. Pölten stattfand und über die die St. Pöltner Kirchenzeitung "Kirche bunt" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtete. Die Medienexpertin Julia Wippersberg ermutigte dabei die Vertreterinnen und Vertreter der Zeitungen, Reformen - vor allem im Bereich der Digitalisierung - mutig in Angriff zu nehmen. Die Themen Kirche und Glaube würden sicher auch künftig relevant bleiben, ebenso die Lokalberichterstattung, zeigte sich die Wippersberg überzeugt. Fachmedien hätten weiterhin gute Reichweiten und Chancen. Außerdem seien die Service-Inhalte für zahlreiche Leserinnen und Leser ein wöchentlicher "Gewinn".
Diskutiert wurde im Rahmen der Tagung u.a., wie Kirchenzeitungen verstärkt online gehen können, welche Kooperationen möglich wären bzw. wie man auch bei Inhalten und Layout nachjustieren sollte. Ohne kirchliche Medien - so der Tenor - würden viele Menschen von wichtigen Informationen abgeschnitten und die Diözesen würden "Aushängeschilder" verlieren. Kirchenzeitungen seien immer auch Mittel der Verkündigung des Evangeliums, bei aller Wahrung journalistischer Werte wie Objektivität, Sachlichkeit, Verlässlichkeit oder korrekter Recherche.
Die neun diözesanen österreichischen Kirchenzeitungen erreichen - zusammen mit dem kroatischsprachigen "Glasnik" im Burgenland sowie der slowenischsprachigen "Nedelja" in Kärnten - bei einer Auflage von knapp 150.000 Exemplaren österreichweit Woche für Woche rund 250.000 Leserinnen und Leser. Sie bieten Meinung, Information und Hintergrund über Kirche, Glaube und christliches Leben.
Quelle: kathpress