
Kulturhauptstadt Salzkammergut
Diözese Linz zieht Bilanz
Kulturhauptstadt Salzkammergut
Diözese Linz zieht Bilanz
Ein gastierendes Kirchklang-Festival, Wasserpilgern entlang der Traun und ein Großer Welt-Raum-Weg in der Steinwüste: Die Diözese Linz hat nach knapp einem Jahr "Kulturhauptstadt Bad Ischl Salzkammergut 2024" Bilanz über ihre Projekte gezogen, mit denen sie sich an dem Großereignis beteiligt hatte. "Es hat ein wenig gedauert, bis bei den Verantwortlichen angekommen ist, dass Kirche hier Teil des Projekts und eine ernst zu nehmende Partnerin ist", räumte die Projektzuständige in den Dekanaten Bad Ischl und Gmunden, Teresa Kaineder, im Interview mit der Linzer Kirchenzeitung (aktuelle Ausgabe) ein. Bald habe sich aber gezeigt, dass die Kirche "eine verlässliche Partnerin ist, die wunderbare Kulturräume anzubieten hat".
Lobend hob Kaineder insbesondere das Engagement des im September verstorbenen Bad Ischler Stadtpfarrers Christian Öhler hervor. Er habe sehr viel vorangetrieben und bei Widerständen seinen Rücken hingehalten. Mit seinem Interesse, seiner Offenheit und Neugier habe er viele Menschen begeistert und angezogen - "auch Künstlerinnen und Künstler haben das gespürt und die Kirche als Veranstaltungen angefragt und als besonderen Raum erlebt".
"Kultur verbindet"
Auch die Menschen in den Pfarren hätten Räume für Kultur aufgemacht, fuhr Kaineder fort. In Bad Ischl habe es Begegnungen mit international und national bekannten Gästen gegeben; darunter Schauspieler Klaus Maria Brandauer und "Soap&Skin"-Performerin Anja Plaschg. Projekte wie das Wasserpilgern entlang der Traun oder das kirchliche Wander-Projekt "Großer Welt-Raum-Weg" durch die Steinwüste im Toten Gebirge von Christoph Viscorsum hätten auch die Menschen in den Pfarrgemeinden der Region einander näher gebracht.
Trotz herausfordernder Fragen, wie "Was darf in einem Kirchenraum sein?" erklärte Kaineder: "Meine Erfahrung ist: Kultur verbindet." Im vergangenen Jahr seien gute Netzwerke und Kontakte in den Bereichen Kultur, Touristik und Politik und auch zu Einrichtungen der Diözese entstanden, so etwa zum Fachbereich Kunst und Kultur. In der Pfarre Bad Ischl stehe ein Fachteam Kultur vor der Gründung. Manche für das Kultur-Highlight geschaffenen Projekte blieben weiter bestehen.
Zum Abschied des Projekts "Kulturhauptstadt Bad Ischl Salzkammergut 2024" wird das vierköpfige A-cappella-Ensemble Lala am Freitag (13. Dezember) in der Stadtpfarrkirche Bad Ischl auftreten.
Infos zu den kirchlichen Initiativen der Diözese Linz: https://www.dioezese-linz.at/institution/8109/dekanatsprojekte/article/244785.html
Quelle: Kathpress