
Caritas Linz: Psychosoziale Online-Beratung für Jugendliche und Eltern
Jugendliche und Eltern können sich in Oberösterreich bei herausfordernden Themen wie schulischen oder familiären Schwierigkeiten, emotionalen Belastungen, Online-Sucht, Trennungs- oder Verlustängsten nun an eine Online-Chat- sowie WhatsApp-Beratung wenden. Das Kinder- und Jugendkompetenzzentrum (KIJUK) der Caritas in St. Isidor in Leonding, das im Großraum Linz eine kostenlose Anlaufstelle für Eltern und Kinder mit psychosozialen Problemen oder Verhaltensauffälligkeiten bietet, ist ab sofort auch in Form einer Online-Beratung erreichbar. "Die neuen Kanäle schaffen einen niedrigschwelligen Zugang - und genau darum geht es: Hilfe dann anbieten zu können, wenn sie gebraucht wird", erklärte Caritas-Heilpädagogin Kerstin Gegner in einer Aussendung das neue Angebot.
Die Online-Chat-Funktion ist via www.caritas-ooe.at/kijuk-beratung erreichbar, parallel gibt es einen WhatsApp-Kontakt unter 0676 715 0723. Nachrichten können rund um die Uhr anonym hinterlassen werden und werden so bald wie möglich beantwortet. Die direkte Erreichbarkeit sei montags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr gewährleistet, hieß es.
Hinter dem Angebot steht laut der Caritas ein interdisziplinäres Team bestehend aus einer Kinder- und Jugendpsychiaterin, Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie sowie aus psychosozialen Fachrichtungen wie Psychologie, Psychotherapie, Heil- und Sonderpädagogik.
"Uns ist es besonders wichtig, Jugendliche direkt anzusprechen und ihnen einen einfachen Zugang zu unserem Angebot zu ermöglichen", so Gegner. Die Hilfe solle daher schnell, unkompliziert und anonym sein, um die Jugendlichen sofort mit ihren Themen begleiten zu können.
Pro Jahr werden rund 400 Kinder bis 19 Jahre und ihre Familien therapeutisch beraten und begleitet. KIJUK merke jedoch einen deutlichen Bedarf an Online-Beratungsangeboten, hieß es. Grund dafür sei die gestiegene Nutzung neuer Medien, wie Messanger-Dienste, Online-Lernplattformen und Social-Media-Kanäle wie TikTok oder Instagram.
Quelle: kathpress