Passionsspiele St. Margarethen
Zsifkovics lobte Mitwirkende 2026 an
Passionsspiele St. Margarethen
Zsifkovics lobte Mitwirkende 2026 an
500 Mitwirkende an den Passionsspielen St. Margarethen 2026 hat der Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics am vergangenen Christkönigssonntag (23. November) in der Pfarrkirche St. Margarethen feierlich angelobt. Zum 100-Jahr-Jubiläum im kommenden Jahr bringen sie den neuen Passionstext "Mirjam - Stark wie der Tod ist die Liebe" von Spielleiter und Autor Pfarrer Richard Geier zur Aufführung. Erstmals wird dabei die Passionsgeschichte aus weiblicher Perspektive erzählt, hieß es in einer Presseaussendung der Passionsspiele St. Margarethen am Montag. Die Premiere des Stücks findet am 23. Mai 2026 unter der Regie von Manfred Waba, der auch für das Bühnenbild verantwortlich zeichnet, und mit neuer Musik von Albin Rudisch auf der Ruffinibühne im Steinbruch St. Margarethen statt.
Nach der Verlesung der Gelöbnisformel durch die Jesus-Darsteller Andreas Schalling und Rupert Kugler gelobten Sprechrollendarstellerinnen und -darsteller sowie Spielleiter, Komponist und Regisseur stellvertretend für alle, durch das Passionsspiel die Botschaft von Leben, Leiden, Sterben und Auferstehung Christi zu verkünden. Im neuen Passionstext blickt Mirjam - Maria Magdalena - 20 Jahre nach den Ereignissen in Bethanien und Jerusalem auf Jesu Wirken zurück und verarbeitet ihre Erinnerungen und nachwirkenden Eindrücke im Gespräch mit anderen Figuren aus dem Johannesevangelium.
Im Zentrum des Jubiläumsjahres wird daher neben der Neuproduktion auch die Tradition und Geschichte der Passionsspiele in St. Margarethen stehen, teilten die Veranstalter mit: Franz Miehl, früheres Vorstandsmitglied und Europassionsvertreter, arbeitet an einer umfassenden Chronik der Passionsspiele St. Margarethen, die im Jubiläumsjahr in Buchform erscheinen soll. Mit einer Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein KuBiKu sowie mit Filmvorführungen vergangener Passionsspiele soll zudem die reiche St. Margarethener Passionsspielgeschichte über das ganze Jahr 2026 verteilt erlebbar gemacht werden, hieß es.
Geschichte der Passionsspiele St. Margarethen
Die Passionsspiele St. Margarethen wurden erstmals 1926 von Pfarrer Josef Kaindlbauer und dem Leiter der Pfarrjugend, dem Jungbauern Emmerich Unger, gemeinsam mit Jugendlichen der Pfarre aufgeführt - damals noch auf dem Bauernhof der Familie Unger, ab 1933 im 1929 errichteten Pfarrgemeindehaus, dem heutigen Haus Bethanien. 1961 wurde zum ersten Mal im Römersteinbruch St. Margarethen gespielt. Die damals in Eigenregie errichteten Bühnenbauten aus Holz und Stein dienten 50 Jahre als Kulisse und wurden 2011 für die neue Passionsspielproduktion unter Regisseur Robert Herzl abgerissen, um den Steinbruch zu entkernen. Nach 2016 zogen die Passionsspiele auf die kleinere Ruffinibühne um.
Quelle: Kathpress