
Schönborn: 2026 den "Weg der Wertschätzung" gehen
Angesichts der großen Herausforderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt nicht resignieren, sondern versuchen, die Welt für die Menschen im je eigenen Umfeld ein Stück lebenswerter zu machen: Zu diesem Vorsatz für 2026 lädt Kardinal Christoph Schönborn in seinem Neujahrswunsch ein. Vielen Menschen sei derzeit nicht zum Jubeln zumute, schreibt der Kardinal in seiner Kolumne in der Zeitung "Heute" zum Silvestertag am Mittwoch. Die "goldenen Jahre" seien vorbei, der Traum vom unendlichen Fortschritt ausgeträumt. "Verständlich, dass in der jungen Generation Resignation verbreitet ist", so der emeritierte Wiener Erzbischof, der gleichzeitig aber dazu aufruft, "einen anderen, hoffnungsvollen Weg" zu gehen.
"Wir können nicht die Welt retten, wir können sie aber ein Stück lebenswerter machen", schreibt Schönborn. Niemand sei nur eine Nummer und jeder Mensch einmalig, erinnert der Kardinal. Österreich lebe von den vielen kleinen Diensten, die die Menschen einander täglich erweisen, sei es im Pflegebereich, bei der Müllabfuhr, ja schlicht durch "jede gut gemachte Arbeit". Er nenne dies den Weg der Wertschätzung, so Schönborn, und: "Es liegt an uns, ob wir ihn gehen."
Quelle: kathpress