
Grünwidl: 2026 soll von Vertrauen und Hoffnung geprägt sein
"Mein Wunsch für das Jahr 2026 lautet: Unsere Grundstimmung soll nicht von Angst und Frust, sondern von Vertrauen und Hoffnung geprägt sein." Mit diesen Worten hat sich der designierte Wiener Erzbischof Josef Grünwidl in seiner Neujahrsansprache an die Hörerinnen und Hörer von ORF-Radio-Niederösterreich gewendet. Grund für diese positive Haltung trotz Krisen und Probleme biete ein Glaube der resilient mache, weil er aus der Gewissheit lebe, "dass auch Gott auf mich schaut".
Vieles bereite derzeit Sorge und die Zeiten seien "nicht einfach", denn "die Wirtschaftslage in Österreich bleibt weiter angespannt und die Zahl der Menschen, die Hilfe und Unterstützung brauchen wächst; dazu Kriege, geopolitische und klimatische Veränderungen, ein wahnsinniges Aufrüsten auch in Europa", konstatierte der künftige Wiener Erzbischof, der weiter sagte. "Trotzdem: Ich wünsche uns allen, dass wir resilient, d.h. widerständig, bleiben gegen Unheilspropheten und Schwarzseher."
"Wir über das Ich stellen"
Dafür gebe es auch gute Gründe, so Grünwidl weiter: "Wir haben einander. Familienverband, Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliches Engagement werden in unserem Land immer noch großgeschrieben." Das mache Hoffnung. "Wenn wir im neuen Jahr aufeinander schauen, besonders auf arme, einsame und hilfsbedürftige Menschen in unserer Umgebung, wenn es uns gelingt, das Wir über das Ich zu stellen, dann wird Not nicht übersehen und kein Mensch vergessen."
Als Christ könne man zudem darauf vertrauen, "dass auch Gott auf mich schaut, mit mir ins neue Jahr geht, dass er meinen Kalender für Jahr 2026 kennt und mich durchs Jahr begleiten wird", so Grünwidl. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Heilige Schrift: "Die Zusage 'Fürchte dich nicht!' steht 365-mal in der Bibel, für jeden Tag einmal." Nachsatz Grünwidl: "Diese Zusage Gottes gilt heute und täglich neu."
Quelle: kathpress