
Innsbruck: Max Weiler-Kongress mit kirchlicher Beteiligung
Werk und Wirkung des renommierten Tiroler Malers Max Weiler (1910-2001) steht im Fokus eines internationalen Kongresses vom 28. bis 30. Jänner im Innsbrucker Haus der Begegnung. Anlass des Kongresses, an dessen Organisation die Diözese Innsbruck in Form von Diözesankonservator Stefan Schöch maßgeblich beteiligt ist, ist der 25. Todestag Weilers, der zu den prägendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts in Österreich zählt. "Als Pionier der Moderne sorgte er immer wieder für leidenschaftliche Debatten - sowohl mit seiner Weiterentwicklung der Sakralkunst als auch mit seinem konsequenten Weg in die Abstraktion", heißt es in einer Aussendung der Diözese Innsbruck.
Der Kongress sei eine seltene Gelegenheit, Weiler "aus der Nähe eines Vierteljahrhunderts zu betrachten - mit all der fachlichen Distanz, die es braucht, um sein Werk neu zu bewerten", wird in der Aussendung Diözesankonservator Stefan Schöch zitiert, der den Kongress gemeinsam mit der Max Weiler Gesellschaft und dem Institut für Zeitgeschichte sowie dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck organisiert. Der Kongress werde ein
e "außergewöhnliche Breite der Perspektiven - von der Sakralkunst über seine Naturauffassung bis hin zu zeithistorischen Zugängen" bieten, so Schöch. Eröffnet wird der Kongress demnach von Bischof Hermann Glettler, dem Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle, Bürgermeister-Stv. Georg Willi, dem Vizerektor der Uni Innsbruck, Dirk Rupnow, sowie der Wiener Stadträtin Veronica Kaup Hasler. Einen Höhepunkt stelle neben Vorträgen zu kunstgeschichtlichen, theologischen, gesellschaftspolitischen und biografischen Zugängen zum Werk Weilers der Festvortrag des Baseler Kunsthistorikers Gottfried Boehm am 28. Jänner (18 Uhr) dar. Boehm, der Weiler über viele Jahre wissenschaftlich begleitete, wird zum Thema "Die Kraft der Metamorphose. Max Weiler in seiner Zeit" referieren.
Am 30. Jänner endet der Kongress mit Führungen zu den bedeutenden Weiler-Fresken auf der Innsbrucker Hungerburg und im Hauptbahnhof Innsbruck, geleitet von Monika Frenzel. "Weilers Werk ist bis heute in unserer Stadt sichtbar - und genau das wollen wir mit diesen Führungen bewusst machen. Seine Kunst bleibt eine Einladung, genauer hinzusehen", betonte Schöch abschließend. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. (Infos: https://max-weiler-gesellschaft.at/veranstaltung/internationaler-max-weiler-kongress)
Quelle: kathpress