
Schönborns Nahost-Beauftragter Baghdi im Heiligen Land
Im Auftrag von Kardinal Christoph Schönborn und dem designierten Wiener Erzbischof Josef Grünwidl hat der Nahostexperte Manuel Baghdi dieser Tage das Heilige Land besucht. Baghdi traf u.a. in Jerusalem mit dem Lateinischen Patriarchen Kardinal Pierbattista Pizzaballa, dem orthodoxen Patriarchen Theophilos III. und dem armenischen Patriarchen Nourhan Manougian zusammen, um sich über die Lage der Christen vor Ort zu informieren. Im Gepäck hatte Baghdi auch den Erlös einer vorweihnachtlichen Spendenaktion, zu der Kardinal Schönborn aufgerufen hatte.
Die Spenden kommen nun katholischen und orthodoxen Schulen im Heiligen Land zugute. "Alle Gesprächspartner haben unterstrichen, dass Investitionen in Schulen wohl die wichtigste Hilfe für die Christen und alle Einwohner vor Ort sind. Die kirchlichen Schulen werden von christlichen und muslimischen Kindern gleichermaßen besucht und tragen so u.a. zu gegenseitigem Respekt und einer friedlicheren Zukunft bei", so Baghdi. Allein das Lateinische Patriarchat unterhält 44 Schulen. Vielfach können sich die verarmten Familien aber weder das Schulgeld noch Unterrichtsmaterialien leisten, sodass dieses von der Kirche bezahlt werden muss.
Die Hilfsaktion stand und steht unter dem Motto "Helfen wir gemeinsam!" und war und ist ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Kardinäle Schönborn und Pizzaballa mit den drei katholischen Pfarrgemeinden in Baden (St. Stephan, St. Christoph, St. Josef). Organisiert wird die Hilfsaktion von Schönborns Nahostbeauftragtem Baghdi. Die ursprünglich geplante Hilfe für Schulen des Lateinischen (katholischen) Patriarchats wurde nun auch auf orthodoxe Einrichtungen ausgeweitet. Baghdi: "Jede Hilfe, die den Christinnen und Christen vor Ort zuteilwird, ist für sie zugleich eine Ermutigung, im Heiligen Land zu bleiben." Dabei spiele die Konfessionszugehörigkeit keine Rolle. Gefragt sei der verstärkte Einsatz für die Einheit der Christen.
Baghdi berichtet im Kathpress-Gespräch auch von dramatischen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, unter denen bei Weitem nicht nur, aber vor allem auch die christliche Minderheit leiden würde. "Alle Gesprächspartner hoffen inständig darauf, dass bald wieder die Pilger ins Land kommen." Das sei essenziell für die Heilig-Land-Christen sei. Ein Besuch der heiligen Stätten sei jedenfalls möglich, so der Nahostbeauftragte von Kardinal Schönborn.
(Spendenkonto: Verein "Bewegung Mitmensch - Maria Loley", IBAN: AT 26 1100 0086 1580 0300, Verwendungszweck: "Spendenaktion Heiliges Land")
Quelle: kathpress