
Diözese Eisenstadt: "Bischof-László-Preis 2026" ausgeschrieben
Der renommierte, nach dem ersten Bischof der Diözese Eisenstadt benannte "Bischof DDr. Stefan László-Preis" ist wieder ausgeschrieben. Prämiert werden wissenschaftliche Arbeiten zum Zusammenleben der Völker in Mitteleuropa, zur Kirchen- und Landesgeschichte des heutigen Burgenlandes oder zur Geschichte und Wirken laienapostolischer Gruppen. Die Bewerbungsfrist läuft bis 22. Mai.
Bewerberinnen und Bewerber können sich bis zur Vollendung des 35. Lebensjahres beteiligen, informierte die Diözese Eisenstadt in einer Aussendung.
"Die László-Gesellschaft möchte mit diesem Preis talentierte Jungwissenschaftler:innen ermutigen und motivieren, sich mit religiösen, historischen und gesellschaftspolitischen Zusammenhängen und Entwicklungen des Burgenlandes auseinanderzusetzen", so Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics, zugleich Protektor der László-Gesellschaft. László sei nicht nur Baumeister der Diözese Eisenstadt gewesen, sondern habe "sich vor allem als Brückenbauer im Herzen Europas gesehen". Bis heute gelte er als identitätsstiftend für das heutige Burgenland. Der Preis sei darum Anerkennung für "wissenschaftliche Leistungen in der Auseinandersetzung mit unserem Lebensraum", betonte Zsifkovics.
Der seit 1988 alle zwei Jahre verliehene Wissenschaftspreis wird von der "Bischof DDr. Stefan László Gesellschaft" in erster Linie für Dissertationen vergeben und ist mit 3.500 Euro dotiert. Zusätzlich werden auch - maximal zwei - Anerkennungspreise für Master- oder Bachelorarbeiten in der Höhe von je 1.000 Euro vergeben. Für vorwissenschaftliche Arbeiten oder vergleichbare Arbeiten von Schülerinnen und Schüler höherer Schulen in Österreich kommt der "Bischof-DDr.-Stefan-László-Förderungspreis" in der Höhe von 500 Euro zur Verleihung.
Nachdem László 1954 Nachfolger von Joseph Schoiswohl zum Apostolischen Administrator des Burgenlandes wurde, erhielt er am 11. November 1956 in Eisenstadt die Bischofsweihe. Am 14. Oktober 1960 wurde er zum ersten Bischof der neuerrichteten Diözese Eisenstadt ernannt. Ein Höhepunkt in Laszlos Amtszeit war 1988 der Besuch von Papst Johannes Paul II. im Burgenland. Zum Festgottesdienst in Trausdorf (24. Juni) kamen bis zu 100.000 Menschen, viele davon aus den damals noch kommunistischen Nachbarstaaten Österreichs. Keine sechs Monate später wurde zum ersten Mal der "Bischof DDr. Stefan László-Preis" vergeben.
(Infos zur Ausschreibung: https://www.martinus.at/dl/oqsoJMOJlMlMJqx4KJK/Ausschreibung_Laszlo-Preis_2026_pdf)
Quelle: kathpress