
Diözesen Gurk und Graz-Seckau rufen Neuvertonung des Sonnengesangs auf
Anlässlich des Franziskus-Jahres 2026 laden die Diözesen Gurk und Graz-Seckau Musikschaffende aus Kärnten und der Steiermark ein, den "Sonnengesang" des heiligen Franz von Assisi musikalisch neu zu interpretieren. Der Wettbewerb mit dem Titel "Voices for the earth - Der Sonnengesang neu interpretiert" will den rund 800 Jahre alten Lobpreis der Schöpfung in eine zeitgemäße musikalische Sprache übersetzen, teilten die Diözesen in einer Aussendung mit. Der Musikwettbewerb richtet sich an Komponistinnen und Komponisten sowie Musikerinnen und Musiker aus beiden Diözesen.
Eingereicht werden können Vertonungen des "Cantico delle Creature" in zwei Kategorien, einer "Offenen Kategorie" sowie der Kategorie "Religiöses Lied". Die musikalische Stilrichtung ist frei wählbar und reicht von Klassik über Pop, Gospel, Jazz, Rock und Folk bis hin zu World Music.
Die eingereichten Werke werden von einer Fachjury aus den Bereichen Musik, Kirche und Kultur bewertet. Zu den Jurymitgliedern zählen unter anderem die Kärntner Theaterpädagogin und Singer-Songwriterin Johanna Smyrek sowie der Grazer Kirchenmusikreferent Michael Schadler. Die Erstplatzierten der beiden Kategorien erhalten jeweils eine professionelle Tonstudioaufnahme, weitere Preisträgerinnen und Preisträger Sachpreise.
Initiiert wurde der Musikwettbewerb vom Referat für Schöpfungsverantwortung der Diözese Gurk unter der Leitung von Harald Jost in Zusammenarbeit mit der Umweltbeauftragten der Diözese Graz-Seckau, Eva Heidlmair. "Der Sonnengesang des hl. Franz von Assisi ist eines der großen spirituellen Werke der Weltliteratur - ein Lied der Dankbarkeit und der Verbundenheit mit der Schöpfung, dessen inhaltliche Aktualität ungebrochen ist", so Jost. So beschreibe der Text "universale Botschaften, die für den aktuellen gesellschaftlichen Diskurs wertvolle Impulse bereithalten".
Der Musikwettbewerb lade dazu ein, "den Text in eine zeitgemäße musikalische Sprache zu bringen und so auch das Bewusstsein für Schöpfungsverantwortung, zivilgesellschaftliches Engagement für Umwelt- und Klimaschutz und den Einsatz für globalen Frieden und Gerechtigkeit zu stärken", erklärte Jost.
Spätestens seit der Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015 sei "Laudato si" "mehr als nur ein romantischer Liedtext, es ist päpstlicher und spiritueller Auftrag", meinte dazu auch Hans-Peter Premur, Bischofsvikar für Schöpfungsverantwortung, Interreligiösen Dialog und Migration, sowie Hochschulseelsorger und Pfarrer in Krumpendorf. (Infos: www.kath-kirche-kaernten.at/voicesfortheearth)
Quelle: kathpress