
Caritas und Diözese St. Pölten sammlen Spenden für Kinder in Osteuropa
Die Caritas und Diözese St. Pölten sammeln mit ihrer Osthilfesammlung Spenden für Projekte, die vor allem Kindern in Osteuropa zugutekommen. Ob in der Ukraine, in Nahost, im Sudan oder an vielen anderen Orten - 473 Millionen Kinder leben oder fliehen vor Kriegen und bewaffneten Konflikten. Besonders Kinder gehörten zu den Leidtragenden, heißt es auf der Webseite der Hilfsorganisation. Armut bedeute für sie leere Teller, kalte Nächte, keine Medizin, Arbeit statt Schulbesuch, geringere Überlebenschancen und die Gefahr von Ausbeutung und Missbrauch. Sammelsonntag in den Kirchen ist am 8. Februar.
"Kriege rauben Kindern nicht nur ihre Kindheit, sie entreißen ihnen auch die Chance auf eine sichere Zukunft. Die Caritas arbeitet in Kriegs- und Krisengebieten weltweit daran, Kindern ein gutes Aufwachsen und eine chancenreiche Zukunft zu ermöglichen", betonte Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger. Armut in der Kindheit präge das gesamte Leben und werde auch weitervererbt: "Sie wird von Generation zu Generation weitergegeben und setzt sich so fort, während sich die Welt schon längst dem nächsten Konflikt zugewandt hat."
Hilfe für die Ukraine
Die Hilfsgelder kommen vor allem Kindern in der Ukraine zugute, die im seit vier Jahren andauernden Krieg täglichen Angriffen und Angst ausgesetzt sind. So wurde bei einem russischen Raketenangriff in Kiew im Sommer 2024 das Kinderkrankenhaus Ohmatdyt, eines der größten und wichtigsten des Landes, getroffen. Zwei Erwachsene kamen ums Leben, 30 Menschen wurden verletzt, darunter zehn Kinder. Hunderte Patientinnen und Patienten mussten gemeinsam mit fast tausend Mitarbeitenden evakuiert werden. Ein Teil der Kinder fand im Kinderkrankenhaus Nr. 2 Zuflucht, das bereits 2015 als "kinderfreundliches Krankenhaus" ausgezeichnet wurde. Dort werden jährlich bis zu 18.000 Kinder behandelt, viele von ihnen schwer krank, traumatisiert oder durch den Krieg vertrieben.
Die griechisch-katholische Kirche begleitet die Kinder und ihre Familien seelsorglich. Priester und Seelsorger besuchen sie an den Krankenbetten, hören zu, trösten und schenken Mut. Andreas Steinmetz, Abteilungsleiter für Pfarren & Lebenswelten und Vorsitzender des Osthilfekomitees der Diözese St. Pölten, betont: "Sie helfen beim Lernen, feiern mit den Kindern Gottesdienste und gestalten besondere Momente wie die Nikolaus- und Weihnachtsfeiern, die inmitten des Krieges Licht und Hoffnung bringen. Darüber hinaus unterstützt die Kirche Familien, die sich dringend benötigte Medikamente nicht leisten können."
Lichtermeer
Mit einem Lichtermeer am St. Pöltner Rathausplatz macht die Caritas am 24. Februar, anlässlich des Jahrestages des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, auf die Situation von Millionen Kindern in Kriegsgebieten aufmerksam. Um 16.30 Uhr werden im Rahmen einer Caritas füreinand'-Aktion mit zahlreichen Freiwilligen in Kooperation mit der diözesanen Jugendorganisation "Sankt" als Zeichen des Friedens rund 1.000 Kerzen, ein Herz und der Schriftzug "Hoffnung" gebildet.
(Info: Online-Spenden: www.caritas.at/helfen; Spendenkonto: Caritas der Diözese St. Pölten, IBAN: AT28 3258 5000 0007 6000)
Quelle: kathpress