
Caritas-OÖ hilft notleidenden Familien mit Neugeborenen in Belarus
Ungeachtet der weltpolitischen Großwetterlagen ist die Caritas der Diözese Linz seit vielen Jahren in Belarus aktiv, um Menschen in Not zu helfen. Im Fokus stehen dabei u. a. Familien mit Neugeborenen, die besonders schnell in existenzielle Not geraten können, wie die Kirchenzeitung der Diözese Linz in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet. 350.000 Menschen leben laut der Caritas-Expertin Sigried Spindlbeck an oder unter der offiziellen Armutsgrenze von etwa 130 Euro pro Monat. Etwa zwei Drittel davon seien Familien mit drei oder mehr Kindern.
"Mütter können zwar bis zu drei Jahre bezahlte Karenz in Anspruch nehmen, jedoch bekommen sie in der Zeit nur etwa ein Drittel ihres vorherigen Gehalts", erläutert Spindlbeck. Sie ist u. a. Länderreferentin der Caritas-OÖ für Belarus. Die durchschnittlichen Gehälter würden in Belarus zwischen 580 und 700 Euro im Monat betragen. Rund die Hälfte des Einkommens würden die Haushalte durchschnittlich für Lebensmittel ausgeben. Dazu kämen noch die Kosten für Kleidung und Schuhe, öffentlichen Verkehr, Kommunikation sowie die Wohnkosten. "Für unerwartete Ausgaben bleibt kaum finanzieller Spielraum", so Spindlbeck. Die Familien gerieten schnell in eine Krisensituation, "wenn beispielsweise der Vater seinen Job verliert, ein Elternteil krank wird oder größere Anschaffungen notwendig sind".
Die Caritas unterstützt Familien etwa bei der Beantragung staatlicher Sozialleistungen und stellt in akuten Notphasen Babypakete zur Verfügung. Ein Paket enthalte alles, was ein Neugeborenes dringend braucht: Windeln, Babycreme, Fläschchen, Seife, Waschmittel und weitere Bedarfsartikel, so Spindlbeck: "Am verletzlichsten sind wir am Beginn und am Ende unseres Lebens. Daher ist Hilfe genau dann besonders wichtig." Im Jahr 2025 konnten Familien durch Spenden aus Oberösterreich mit 2.614 Babypaketen unterstützt werden.
(Infos und Spenden: www.caritas-ooe.at)
Quelle: kathpress