
Schönborn ruft erneut zu Solidarität mit Menschen in der Ukraine auf
Kardinal Christoph Schönborn hat einmal mehr zur verstärkten Solidarität mit den Menschen in der Ukraine aufgerufen. Die Zivilbevölkerung leide unvorstellbare Not, so Schönborn in seiner Freitagskolumne in der Gratiszeitung "Heute". Für den 24. Februar lädt der Kardinal zu einem Gebet für die Ukraine in den Wiener Stephansdom. Als Ordinarius für die katholischen Ostkirchen in Österreich bittet Schönborn um Spenden für die ukrainische Bevölkerung.
Mit unvorstellbarer Rücksichtslosigkeit der Zivilbevölkerung gegenüber bombardiere die russische Armee gezielt die Infrastruktur des Landes, zeigt sich Schönborn in "Heute" fassungslos. Man versuche sich vorzustellen, "wie es den Menschen in den riesigen hohen Wohnblöcken in Kiew geht, wenn jede Möglichkeit zu heizen ausfällt, bei Temperaturen von minus 20 Grad: die Wasserleitungen frieren ein, keine Wärme aus den Heizkörpern, kein Strom, um ein Heizöfchen anzuschalten."
Die Zahl der Erfrorenen steige ständig. Schönborn: "Der Krieg zeigt seine grausame Fratze. Wie lange noch? Vier Jahre und immer noch kein Frieden!"
In seinem Amt als Ordinarius für die Gläubigen der katholischen Ostkirchen in Österreich lädt Schönborn am Dienstag, 24. Februar, um 14.30 Uhr zu einem ökumenischen Gebet in den Wiener Stephansdom. "Krieg stellt stets eine Herausforderung für den persönlichen Glauben dar", schreibt der Kardinal in der Einladung: "Als Christen sind wir in Zeiten der Dunkelheit dazu aufgerufen, den Frieden zu fördern, Hoffnung zu verbreiten und im Gebet vereint zu bleiben."
Das gemeinsame Gebet sei ein starkes Zeichen der Solidarität und des festen Glaubens an eine friedliche Zukunft. "Die Kirchen tragen die Verantwortung, diesen Weg des Friedens durch beharrliches Gebet und aktive Hilfe für die Leidenden zu unterstützen", schreibt der Kardinal. Das Gebet im Stephansdom soll "die Stimmen der vielen Leidenden aufgreifen und ein Licht der Hoffnung inmitten der Dunkelheit entzünden."
Das Ostkirchenordinariat in Österreich beteiligt sich an einer weltweiten kirchlichen Hilfsaktion für die notleidende ukrainische Bevölkerung. Schönborn hofft, dass sich über die ukrainischen griechisch-katholischen Pfarren hinaus viele weitere Pfarren bzw. Menschen guten Willens der Not in der Ukraine nicht verschließen und sich an der Hilfsaktion beteiligen.
Spendenkonto Ukraine Hilfe. Kontoinhaber: Ordinariat für die Gläubigen der katholischen Ostkirchen, IBAN: AT78 1919 0001 3602 6950, Zahlungsreferenz: 3722401205 Ukraine Hilfe
Quelle: kathpress