
Hochrangige kirchliche Delegation zu Solidaritätsbesuch im Heiligen Land
Eine Delegation der Österreichischen Ordenskonferenz und der Initiative Christlicher Orient (ICO) hält sich diese Woche im Heiligen Land auf. Ziel der Reise ist vor allem die Begegnung mit den Christinnen und Christen vor Ort sowie Persönlichkeiten und Bewegungen auch von jüdischer Seite, die sich für Versöhnung und Gerechtigkeit einsetzen. Der Delegation gehören u.a. die Vorsitzende der Ordenskonferenz, Generalpriorin Sr. Franziska Madl, Ordenskonferenz-Generalsekretärin Sr. Christine Rod, Abt Reinhold Dessl vom Stift Wilhering, Salesianer-Provinzial Siegfried Kettner und der Prior von Stift Seitenstetten, P. Laurentius Resch, an.
Auf dem Programm des mehrtägigen Besuchs stehen neben dem Besuch der heiligen Stätten u.a. eine Begegnung mit dem Lateinischen Patriarchen Pierbattista Pizzaballa, Vertretern der Caritas Jerusalem und den Mönchen der Dormitio-Abtei sowie dem Vikariat für die Hebräischsprachigen Katholiken. Der Besuch von kirchlich geführten Schulen steht in Jerusalem und Nazareth auf dem Programm. In Bethlehem wird die Delegation u.a. christliche Betriebe und Werkstätten besuchen. Die Handwerker vor Ort leiden seit Jahren unter den ausbleibenden Pilgern und Touristen.
Mit der Reise soll vor allem auch ein Zeichen gesetzt werden, dass ein Besuch im Heiligen Land wieder problemlos möglich und zugleich ein großes Zeichen der Solidarität mit den Christen vor Ort ist, wie es vonseiten der Ordenskonferenz und der ICO heißt.
Die ICO unterstützt über ihre Partnerorganisation Caritas Jerusalem u.a. die Not leidende Bevölkerung in Gaza. In Bethlehem werden zahlreiche kleine Handwerksbetriebe finanziell unterstützt, im nahe gelegenen Beit Sahour eine Tagesstätte für alte, einsame und kranke Menschen. In Ostjerusalem beteiligt sich die ICO an Nahrungsmittelhilfe für verarmte Menschen, die über die örtliche Melkitische Kirche läuft.
Über den ICO-Schwesterverein "Handwerk Christlicher Orient" (HCO) werden zudem regelmäßig größere Mengen der Handwerkskunst aus Bethlehem erworben und in Österreich weiterverkauft. Auf diese Weise erhalten die Handwerker in Bethlehem ein regelmäßiges Einkommen. Der Reinerlös der Verkaufsaktionen fließt wiederum in Sozialprojekte der Caritas Jerusalem.
Quelle: kathpress