
Gebeine des heiligen Franziskus sind Besuchermagnet in Assisi
Rund 18.000 Menschen sind bereits am ersten Ausstellungstag nach Assisi gekommen, um die Reliquien des heiligen Franz von Assisi (gestorben 1226) zu sehen und zu verehren. Wie die Pressestelle der Basilika San Francesco in Assisi mitteilte, warteten die Pilger am Sonntag seit den frühen Morgenstunden auf Einlass in die Kirche mit den Reliquien des berühmten Heiligen. Seine Gebeine werden noch bis zum 22. März öffentlich ausgestellt.
Der Zugang zur Unterkirche, wo vor dem Hauptaltar die Reliquien in einem durchsichtigen Sarg aufgebahrt sind, habe durchschnittlich etwa 1.500 Personen pro Stunde verzeichnet, gab die Pressestelle weiter an. Die Erste, die die Kirche um 7 Uhr morgens betreten habe, sei eine Italienerin aus Modena gewesen. Rund 200 Medienvertreter hätten sich für das Ereignis akkreditiert.
Die Gebeine des Heiligen Franziskus wurden bereits 1978 in einem quaderförmigen Plexiglas-Sarg ausgelegt, der wiederum in einem steinernen Sarkophag deponiert wurde. Normalerweise ist in Assisi nur dieser äußere Sarg sichtbar.
800. Todestag des Heiligen
Italien begeht in diesem Jahr den 800. Todestag des 1226 gestorbenen Heiligen. Franziskus wird als Patron der Armen, Blinden, Lahmen, Strafgefangenen, Sozialarbeiter und Schiffbrüchigen verehrt. Außerdem gilt er als Vermittler zwischen den Religionen. Papst Johannes Paul II. erklärte ihn 1980 zudem zum Patron des Umweltschutzes und der Ökologie.
Er ist der Nationalheilige Italiens und gründete zwischen 1209 und 1220 den Orden der Franziskaner. Außer diesem "Ersten Orden" gründete Franziskus zwei weitere: die Klarissen als weiblichen Zweig und den "Dritten Orden" für Laien. Im 16. Jahrhundert entstanden aus Reformen Minoriten und Kapuziner. Heute umfasst die franziskanische Familie weltweit rund 650.000 Mitglieder in Laienbewegungen, Bruderschaften und klösterlichen Gemeinschaften.
400.000 Besucher erwartet
Insgesamt erwarten die Veranstalter rund 400.000 Besucher zu der einmonatigen Reliquienschau. Aufgrund der hohen Zugriffszahlen komme es auf dem Internetportal zur Buchung von Besuchszeitfenstern immer wieder zu Störungen. Am 6. August will auch Papst Leo XIV. nach Assisi kommen und am Sarg des Heiligen beten.
Quelle: Kathpress