
Landau: Kirche soll "klüger und weiblicher" werden
Michael Landau, Präsident von Caritas Europa, hat sich zum Weltfrauentag kritisch mit der Rolle der Kirche in Sachen Gleichberechtigung auseinandergesetzt. Zugegebenermaßen sei die katholische Kirche "in den vergangenen Jahrhunderten eher keine Vorkämpferin für Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit" gewesen, wird Landau am Wochenende in der "Kronenzeitung" zitiert. Nun solle die Kirche aber "klüger und - hoffentlich - auch weiblicher" werden.
Landau wörtlich: "Ganz klar. Der Weltfrauentag ist auch Männersache und er ist - in meinem Fall - auch Priestersache. Denn auch wenn die Kirche in den vergangenen Jahrhunderten eher keine Vorkämpferin für Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit war, so darf sie doch klüger und - hoffentlich - auch weiblicher werden." Anlass der Wortmeldung war ein Aufruf der "Kronenzeitung" aus Anlass des Weltfrauentages (8. März) unter dem Titel "Männer gegen Gewalt an Frauen", dem verschiedene männliche Personen des öffentlichen Lebens mit kurzen Textbeiträgen gefolgt waren, darunter Landau.
Nicht zuletzt wäre eine weiblichere Kirche auch aus theologischer Sicht passend, so Landau. Dabei verwies er auf das bevorstehende Osterfest: Schließlich sei Jesus nach seiner Auferstehung zunächst nicht den Jüngern, sondern mit Maria Magdalena einer Frau erschienen. "Der Einsatz für mehr Gleichberechtigung und gegen Gewalt an Frauen, er geht uns alle an. Auch und gerade Männer", schloss Landau.
Quelle: kathpress