
Priesterausbildung: Deutschsprachige Seminarleiter tagen in Salzburg
In Salzburg findet diese Woche die deutschsprachige Regentenkonferenz statt. Die Tagung, an der Vertreterinnen und Vertreter der Priesterseminare aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie aus den Niederlanden teilnehmen, läuft noch bis Freitag. Unter dem Titel "Missionarische Pastoral" hat die Konferenz am Montagnachmittag begonnen.
Alle zwei Jahre kommen Regenten - die Leiter der jeweiligen Priesterseminare - sowie weitere Verantwortliche der Ausbildungseinrichtungen zusammen, um aktuelle Fragen der Priesterausbildung zu beraten. Im Mittelpunkt der diesjährigen Studienteile steht die Frage, wie das Evangelium unter den Bedingungen der heutigen Zeit zu den Menschen gebracht werden kann. Ein entsprechender Studienteil fand am Dienstagvormittag statt.
Der Regens des Priesterseminars der Erzdiözese Salzburg, Tobias Giglmayr, betonte die Bedeutung einer menschennahen Ausbildung. "Wichtig ist, dass wir unser Herz und unsere Ohren immer bei den Menschen haben und erkennen, was ihre Sorgen und Nöte sind", wird er in einer Aussendung der Erzdiözese zitiert. Diese Erfahrungen müssten in die Ausbildung einfließen, damit junge Männer, die sich auf den Weg zum Priester machen, für die Lebensrealität der Menschen sensibilisiert würden.
Auch Salzburgs Präfektin Irene Blaschke unterstrich die Bedeutung einer pastoralen Praxis, die sich am Menschen orientiert und zugleich im Glauben verankert ist. Priesterliches Handeln müsse "nahe am Menschen" sein und zugleich immer in Verbindung mit dem Wort der Heiligen Schrift stehen. "Es gibt keine Verantwortungspastoral ohne biblischen Bezug", sagte sie.
Zum Programm der Konferenz gehören neben den Studieneinheiten auch Begegnungen mit der Ortskirche, gemeinsame Gebets- und Essenszeiten sowie internationale und nationale Teilkonferenzen. Inhaltlich befassen sich die Teilnehmer unter anderem mit dem Missionsbegriff und der Leitfrage: "Zu wem sind wir gesandt?"
Quelle: kathpress