
Katholische Aktion Österreich bringt erstmals Jahresbericht heraus
Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) hat erstmals einen eigenen Jahresbericht vorgelegt. Darin dokumentiert die offizielle Laienorganisation der Katholischen Kirche ihre Aktivitäten und Schwerpunkte im Jahr 2025 in den Bereichen Kirche, Gesellschaft und Öffentlichkeit. Im Mittelpunkt standen laut Bericht der Einsatz für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Solidarität sowie Bildungs- und Vernetzungsarbeit innerhalb von Kirche und Zivilgesellschaft. Ziel sei "die großen Linien der Arbeit der KAÖ mitvollziehbar zu machen", heißt es im Vorwort des Präsidial-Teams von Katharina Renner, Thomas Immervoll und Ferdinand Kaineder. Nachzulesen sei auch die Personal- und Finanzstruktur, die mit Zuwendungen der Bischofskonferenz finanziert wird.
Die KAÖ erklärt ihren Einsatz ausdrücklich als Ausdruck christlicher Verantwortung. Der Glaube sei "treibende Kraft für Denken und Handeln", heißt es im Bericht. Ziel sei, gesellschaftliche Rahmenbedingungen gerechter zu gestalten und ein solidarisches Zusammenleben zu fördern. Orientierung biete dabei das Beispiel Jesu, das die Organisation dazu motiviere, bewusst den Kontakt zu unterschiedlichen gesellschaftlichen Milieus zu suchen. Die KAÖ beschreibt sich dabei selbst als "ein bis in Pfarren hinein geflochtenes Netz von Menschen, die sich in Gemeinschaften in der katholischen Kirche engagieren".
Schwerpunkte und Akzente
Einen Schwerpunkt setzte die KAÖ 2025 auf die Stärkung demokratischer Kultur, etwa durch die Veröffentlichung eines Dossiers zur demokratischen Teilhabe sowie im Zuge von gesellschaftspolitischen Aktionen im öffentlichen Raum. Unterstützt wurden unter anderem Initiativen zur Förderung von Demokratie und Menschenrechten sowie Klimaschutzaktionen und zivilgesellschaftliche Protestformen. Breiten Raum nahm auch die Bildungsarbeit ein, konkret durch Workshops, Diskussionsveranstaltungen, eine Lern- und Begegnungsreise nach Brüssel und sogenannte "KA-Salons", die Austausch über gesellschaftspolitische Fragen ermöglichen sollten.
Auch innerkirchliche Themen griff die Organisation auf, wie Fragen der Synodalität, Debatten rund um Entwicklungen in der Weltkirche, Engagement für Menschenrechte, Ökumene sowie Friedensarbeit. Über Medienarbeit, Interviews sowie Beiträge in Radio und Podcasts beteiligte sich die KAÖ an entsprechenden gesellschaftlichen und kirchlichen Debatten.
Im Jahr 2025 fanden laut Bericht vier Präsidiumssitzungen sowie eine Jahreskonferenz statt. Finanziert wird die Arbeit der Organisation unter anderem durch Mittel der Österreichischen Bischofskonferenz, die 2025 insgesamt 126.100 Euro bereitstellte, einschließlich projektbezogener Zuschüsse.
In der KAÖ sind die KA der Diözesen beheimatet sowie verschiedene KAÖ-Gliederungen wie Katholische Frauenbewegung, Katholische Männerbewegung und Katholische Hochschuljugend sowie die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldatinnen und Soldaten als Vertretung der Militärdiözese. "Diese sind offizielle, von gewählten Laien getragene und eigenverantwortlich agierende Fachstellen der Österreichischen Bischofskonferenz", so die KAÖ, als deren Generalsekretärin Regina Petrik fungiert.
(Link: https://www.kaoe.at)
Quelle: kathpress