
Salzburg: Restaurierung der Kajetanerkirche unter Orgelklängen beendet
Die seit 2019 laufenden Restaurierungsmaßnahmen im Innenraum und an der Fassade der Kajetanerkirche in der Salzburger Altstadt haben ihren Abschluss gefunden: Innerhalb von sechs Jahren konnte die bauliche Substanz des historischen Bauwerks gesichert werden. Nach einer fünfzehnmonatigen Sanierung ist als letztes Element nun auch die Egedacher-Orgel - Salzburgs älteste Kirchenorgel - wieder voll funktionstüchtig, wie das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Salzburg, zu dem die Kajetanerkirche gehört, in einer Aussendung mitteilte. Am Montag wurde die Orgel von Prälat Johann Reißmeier zu den Klängen von Joseph Haydns "Kleiner Orgelmesse" geweiht.
Erbaut wurde die Egedacher-Orgel 1696 von Christoph Egedacher, einem bekannten Salzburger Hoforgelmacher, auf den auch die Große Orgel im Salzburger Dom von 1703 zurückgeht. 1930 wurde sie durch einen pneumatischen Zubau um fehlende Töne ergänzt. Um den barocken Originalcharakter wiederherzustellen, erfolgte 1982 ein Rückbau. Im Zuge der aktuellen Restaurierung wurde u. a. in die Belederung, Klaviatur, Windlade sowie in Blasebälge und Holzpfeifen investiert. "Es ist schön, wenn man so etwas Beständigem nach 300 Jahren wieder einen schönen Klang geben kann und das Instrument im Raum wirken darf", betonte Orgelbauer und Restaurator Alois Linder.
Auch Frater Nikolaus Deckan von den Barmherzigen Brüdern begrüßte die Rückkehr der Orgel: "Mich freut es, dass die Egedacher-Orgel so schön geworden ist, dass sie einen schönen würdigen Klang hat und in der Bevölkerung so ein großes Interesse am Klang der Orgel besteht." In den kommenden Wochen gibt es für Interessierte mehrere Gelegenheiten, ausgewählte Orgelwerke von J.S. Bach bis Bernardo Pasquini zu hören, dargeboten von österreichischen Organisten: Jeweils um 19.15 Uhr spielen am Samstag (14. März) Heribert Metzger, am 28. März Michaela Aigner, am 11. April Hans-Josef Knaust und am 25. April Gottfried Holzer-Graf an der Orgel. Der Eintritt ist frei.
Die Gesamtkosten in Höhe von 2,8 Mio. Euro wurden größtenteils von privaten Spenderinnen und Spendern getragen, wie das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Salzburg informierte. Daneben unterstützten die Erzdiözese Salzburg, das Bundesdenkmalamt sowie Stadt und Land Salzburg die Restaurierung mit je rund 300.000 Euro.
Quelle: kathpress