
Diözese Linz macht ihre Wälder "klimafit"
Zum Internationalen Tag des Waldes am 21. März lenkt die Diözese Linz die Aufmerksamkeit auf den Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Wälder. Rund 4,5 Prozent der Waldflächen in Oberösterreich sind in kirchlichem Besitz. Andrea Steinegger von der diözesanen Forstverwaltung betont in einer Aussendung vom Montag, dass Maßnahmen wie Durchforstung, Reduktion der Stammzahlen und gezielte Förderung einzelner Baumarten den Wald widerstandsfähiger gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels machen. Vorrang habe die natürliche Waldverjüngung; nur auf Flächen, auf denen diese nicht ausreicht, werde gezielt aufgeforstet.
Die Wälder bestehen überwiegend aus wirtschaftlich genutzten Nadelhölzern wie Fichte, Tanne, Douglasie und der Europäischen Lärche, dem Baum des Jahres 2026. Gleichzeitig wird der Erhalt von Laubholz wie Rotbuche, Bergahorn und Stieleiche gefördert, um die Vielfalt und Stabilität der Bestände zu sichern. Ziel sei es, die Wälder nicht nur als CO-Speicher zu erhalten, sondern auch die Biodiversität durch Maßnahmen wie das Belassen von Totholz zu stärken.
Neben klassischen Waldpflegearbeiten engagiert sich die Diözese für naturschutzfachliche Projekte. In Ohlsdorf wurde ein "Bienenwald" zur Förderung von Blühpflanzen angelegt, in Vorderstoder Trittsteinbiotope geschaffen, die isolierte Lebensräume vernetzen. Bauminseln auf kirchlichen Grundstücken sollen Artenvielfalt in Agrarlandschaften fördern, und im Forschungsprojekt "Cedrus4Clim" werden Libanon- und Atlaszedern auf ihre Tauglichkeit für heimische Wälder untersucht.
Auch die soziale und spirituelle Dimension des Waldes wird berücksichtigt. In Schieferegg und Steyr-Münichholz stehen Wälder als Erholungsräume für die Bevölkerung offen, dienen als Kühlung und Luftfilter und bieten waldpädagogische Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche.
Bischofsvikar Johann Hintermaier betont, dass nachhaltige Forstwirtschaft entscheidend sei, um die Wälder für kommende Generationen zu erhalten und Holzressourcen im Einklang mit ökologischen Grenzen zu nutzen. Regionale Arbeitskräfte werden gezielt in die Pflege eingebunden, um die Wertschöpfung vor Ort zu sichern.
Quelle: kathpress