
KU Linz: Kunsthistorikerin Elisabeth Fritz neue Professorin
Die Kunsthistorikerin Elisabeth Fritz ist seit 1. März Universitätsprofessorin für Kunstwissenschaft und Ästhetik an der Katholischen Privat-Universität (KU) Linz. Zugleich übernimmt sie die Leitung des Instituts für Geschichte und Theorie der Kunst. Sie folgt auf die Kunstwissenschaftlerin und Theologin Monika Leischl-Kiesl, die Ende September 2025 emeritiert ist. An der KU Linz wolle Fritz insbesondere ihre Beschäftigung mit Ästhetiken, Ikonografien und Bildtheorien des "Sozialen" vertiefen und diese in Bezug zu theologischen und philosophischen Fragen setzen, hieß es in einer Aussendung am Dienstag.
Die in Wien geborene Wissenschafterin studierte Kunstgeschichte und Soziologie an der Universität Wien und war zunächst im Museums- und Ausstellungsbereich tätig. 2012 promovierte sie an der Universität Graz im Rahmen eines interdisziplinären Doktoratsprogramms. Ihre Dissertation über mediale Experimente mit "echten Menschen" in der zeitgenössischen Kunst wurde vom Theodor-Körner-Fonds ausgezeichnet. 2023 habilitierte sich Fritz an der Friedrich-Schiller-Universität Jena für Allgemeine Kunstgeschichte.
Fritz war u. a. am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätig. Es folgten eine Gastprofessur an der Freien Universität Berlin sowie zuletzt eine Funktion als stellvertretende Direktorin am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris.
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf Kunst und visueller Kultur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart sowie auf den Schnittstellen von ästhetischen und sozialen Fragestellungen. Sie arbeitet transdisziplinär zwischen Kunstgeschichte und Soziologie. Aktuelle Projekte befassen sich mit Rokoko-Rezeptionen in der Gegenwartskunst und mit Bildzitaten in der Malerei des 19. Jahrhunderts.
KU Linz
Die Katholische Privat-Universität Linz geht auf eine mehr als 300-jährige Bildungstradition zurück: Bereits 1669 wurde in Linz ein vom Jesuitenorden geführtes Studium eingerichtet, das 1672 um theologische Lehrveranstaltungen erweitert wurde. Nach mehreren institutionellen Veränderungen entwickelte sich daraus eine bischöfliche Lehranstalt, die 1971 zur Philosophisch-Theologischen Hochschule der Diözese Linz erhoben und 1978 als Theologische Fakultät anerkannt wurde. Seit 2000 ist die Einrichtung als erste Privatuniversität Österreichs staatlich akkreditiert; 2014 wurde sie um eine Fakultät für Philosophie und Kunstwissenschaft erweitert und trägt seither den Namen Katholische Privat-Universität Linz.
(Infos: www.ku-linz.at)
Quelle: kathpress