
ÖRKÖ will Friedensengagement im Heiligen Land beibehalten
Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) beteiligt sich seit 2010 am "Ökumenischen Begleitprogramm in Palästina und Israel" (EAPPI). Im Rahmen dieses Programms werden vom Weltkirchenrat Freiwillige aus aller Welt entsendet, die sich für ein Ende der Gewalt und ein friedliches Zusammenleben von Palästinensern und Israelis einsetzen. An diesem Engagement wollen die Kirche - trotz oder gerade wegen der aktuellen dramatischen Situation im Heiligen Land - weiter festhalten. Das war eines der behandelten Themen bei der Vollversammlung des ÖRKÖ am Donnerstag in Wien.
Der im ÖRKÖ für das Begleitprogramm zuständige evangelisch-reformierte Pfarrer Thomas Hennefeld zeigte sich besorgt über die zunehmende Gewalt von jüdischen Siedlern im Westjordanland. Es brauche dringend internationale Präsenz vor Ort, um deeskalierend wirken zu können. Aktuell sei die Entsendung von Freiwilligen aufgrund des Krieges in der gesamten Region leider nicht möglich. Grundsätzlich sollten aber noch 2026 und 2027 zwei Freiwillige aus Österreich wieder am Programm teilnehmen, so Hennefeld.
Zu den Aufgaben der EAPPI-Mitarbeiter zählt etwa die Begleitung von Kindern und Jugendlichen auf ihrem Weg zur Schule, von palästinensischen Bauern zur Arbeit auf ihre Felder oder die Präsenz bei den zahlreichen israelischen Checkpoints. Allein die Präsenz der Freiwilligen soll dazu beitragen, dass es erst gar nicht zu Gewalt kommt - von keiner Seite. Die Einsätze der "Ökumenischen Begleiter" erfolgen ehrenamtlich und werden durch Spenden finanziert.
Dem Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) gehören 18 Kirchen sowie weitere Institutionen bzw. Organisationen als Beobachter an. Die Delegierten der Kirchen und Beobachter tagten unter dem Vorsitz des armenisch-apostolischen Bischofs Tiran Petrosyan. (Infos: www.oekumene.at)
Quelle: kathpress