
Erzbischof Grünwidl feiert "Feuerfest" mit 800 Firmlingen
Der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl hat mit mehr als 800 Firmlingen ein "Feuerfest" gefeiert: Dabei sind die jungen Gläubigen am Samstag bei der Votivkirche zu einem inspirierenden Tag mit Workshops, gemeinsamen Aktivitäten und einer Messe zusammengetroffen, berichtete die Erzdiözese Wien tags darauf. Beim abschließenden Gottesdienst unter dem Motto "Komm heraus!" lud Grünwidl die Jugendlichen ein, sich zu fragen, was diese Aufforderung Jesu an den von ihm auferweckten Lazarus für ihr Leben bedeuten könnte, und warb für das Sich-Einlassen auf eine identitätsstiftende Glaubenserfahrung.
Laut Grünwidl kennen viele Heranwachsende die "Lazarus-Erfahrung", wenn man sich wie in einem Grab eingesperrt, leer und ausgebrannt fühlt. Oft sei es so, dass alle etwas von einem wollen: in der Schule, die Eltern, die Freunde. Daher fühle man sich oft "mehr tot als lebendig." Dazu der Wiener Erzbischof: "So wie Jesus Lazarus gerufen hat, so ruft uns Gott auch beim Namen, wir liegen ihm am Herzen. Er ruft uns alle: Komm heraus, lass dich nicht einengen von deinen negativen Erfahrungen. Zeig, wer du bist und was du kannst."
Grünwidl gab den Firmlingen die Botschaft mit: "Der Heilige Geist, auf den ihr euch gerade vorbereitet, ist ein Muntermacher und ein Mutmacher. Er hilft euch herauszukommen." Und das Sakrament der Firmung möge ins Leben hineinführen.
Das auf die pfingstliche Geistaussendung durch "Feuerzungen" Bezug nehmende Feuerfest wurde von der Katholischen Jugend der Erzdiözese Wien für junge Katholikinnen und Katholiken organisiert, die sich auf die Firmung vorbereiten. Im Mittelpunkt stand die Begegnung mit Gleichaltrigen, den priesterlichen Firmspendern und mit Gott. Die Firmlinge hatten die Möglichkeit, an Workshops zu verschiedenen Themen teilzunehmen. Gruppendynamische Spiele, Jonglieren, Upcycling und eine interaktive Führung zu starken Frauen in der Bibel waren Programmpunkte, bei denen auch Erzbischof Grünwidl vorbeischaute und mit den Jugendlichen ins Gespräch kam.
Quelle: kathpress