
Hilfswerk "Kirche in Not" weitet Nothilfe im Libanon aus
Das Hilfswerk "Kirche in Not" will im Libanon medizinische Versorgungsstrukturen aufbauen, Vertriebene unterstützen und Hilfsprojekte in besonders vom Krieg betroffenen Regionen auf den Weg bringen. Das teilte das internationale päpstliche Hilfswerk am Montag in München und Wien mit.
So soll in der Region Qlayaa im Süden des Landes in Zusammenarbeit mit der maronitisch-katholischen Kirche ein medizinisches Versorgungszentrum entstehen. Freiwillige und medizinisches Personal seien dort schon verfügbar; allerdings fehle es an Medikamenten, Ausrüstung und Geld, heißt es. Das Hilfswerk wolle Gehälter für Ärzte finanzieren und Medikamente und Ausstattung bereitstellen. In der vergangenen Woche seien Verwundete gestorben, weil eine schnelle medizinische Versorgung nicht möglich gewesen sei.
Lebensmittel und Treibstoff werden knapp
In der Diözese (Eparchie) Sidon im Südwesten des Landes will "Kirche in Not" laut den Angaben rund 1.500 binnenvertriebene Personen mit Lebensmitteln und grundlegenden Gütern versorgen. In der Bekaa-Ebene im Nordosten des Landes sollen bis zu 8.000 Menschen unterstützt werden, die ihre Heimat wegen der Kämpfe verlassen mussten.
Zusätzlich wird Treibstoff nach Angaben des Hilfswerks knapp: Wegen vieler Stromausfälle seien viele Einrichtungen auf Generatoren angewiesen. Auch diesen Bereich wolle man verstärkt unterstützen. Familien sollen zudem Pakete mit Bibeln und Spielen erhalten, damit die Kinder die Situation besser verarbeiten können.
(Spendenkonto: Kirche in Not, IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600, Verwendungszweck: Libanon oder online unter www.kircheinnot.at)
Quelle: kathpress