
Sternsingeraktion erbrachte mehr als 20,2 Mio. Euro
Die Sternsingeraktion zum Jahreswechsel 2025/26 hat mehr als 20,2 Millionen Euro erbracht. Das hat die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar am Dienstag mitgeteilt. Das ist ein leichter Rückgang um 1,4 Prozent im Vergleich zum Jahreswechsel davor, wobei die Ergebnisse in den österreichischen Diözesen unterschiedlich ausfielen. Linz, Eisenstadt, Salzburg und St. Pölten verzeichneten teils sogar deutliche Anstiege. Bei der Dreikönigsaktion zeigte man sich in Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch in Österreich sehr zufrieden. "Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich beim Sternsingen aktiv beteiligen, und an die österreichische Bevölkerung für ihre großartige Unterstützung", so Jungschar-Bundesvorsitzende Martina Erlacher.
85.000 Kinder und Jugendliche, unterstützt von 30.000 Erwachsenen, waren österreichweit wieder unterwegs, um Spenden zu sammeln. Die Dreikönigsaktion wird die Spenden in rund 500 Projekten in Armutsregionen weltweit einsetzen, "für bessere Lebensbedingungen und ein menschenwürdiges Leben", wie es hieß.
Gerade in einer Zeit, die von Krisen geprägt ist, habe das Sternsingen besondere Bedeutung: "Kriege, Flucht, wachsende Armut und die Klimakrise belasten viele Menschen - und verunsichern besonders Kinder und Jugendliche. Beim Sternsingen erleben sie, dass ihr Einsatz für eine gerechte und friedliche Welt zählt. Sie erfahren Wertschätzung vor Ort und bewirken gleichzeitig global positive Veränderung", so Erlacher: "Kinder und Jugendliche bringen beim Sternsingen nicht nur den Segen in die Häuser, sondern auch Hoffnung in die Welt. Ihr Einsatz steht für Frieden, Zusammenhalt und gelebte Nächstenliebe."
Schule statt Kinderarbeit
Die Dreikönigsaktion (DKA) wies in ihrer Aussendung auch auf ein weiteres dringliches Anliegen hin: Mit der Initiative "Kinderarbeit stoppen" setzt sich die DKA gemeinsam mit den österreichischen Partnern Jugend Eine Welt, Kindernothilfe Österreich, Fairtrade Austria und solidar Austria sowie mit Partnerorganisationen weltweit dafür ein, dass Kinder lernen und ihre Zukunft positiv gestalten können - statt zu arbeiten.
Trotz eines klaren Ziels der internationalen Staatengemeinschaft, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, sei die Realität ernüchternd: Laut aktuellen Zahlen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssten weltweit noch immer rund 138 Millionen Kinder arbeiten, oft unter ausbeuterischen Bedingungen und statt des Schulbesuchs.
Auch Österreich habe sich zum Ziel der Abschaffung von Kinderarmut bekannt, sei jedoch bislang kein Mitglied der internationalen "Allianz 8.7", einem Zusammenschluss von Staaten, die konsequent gegen Kinderarbeit vorgehen und konkrete Maßnahmen setzen. Das Bündnis fordert die Bundesregierung daher auf, dem Netzwerk beizutreten. Eine österreichweite Mailaktion solle dieser Forderung zusätzlichen Nachdruck verleihen und ein klares Zeichen setzen: "Kinder gehören in die Schule, nicht zur Arbeit", so die DKA.
(Website der Sternsingeraktion: www.dka.at/sternsingen; Infos zur Aktion "Kinderarbeit stoppen": www.kinderarbeitstoppen.at/gerechtigkeit-fordern)
Quelle: kathpress