
Kärnten: Bischof Marketz würdigt scheidenden Landeshauptmann Kaiser
Als "guten Zuhörer und wertschätzenden Gesprächspartner, der stets das Verbindende vor das Trennende gestellt hat", würdigt Bischof Josef Marketz den scheidenden Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser. Er habe Kaiser "als Politiker und Menschen kennengelernt, der Neuem gegenüber immer aufgeschlossen war und sich auf das Gespräch mit Andersdenkenden eingelassen hat", so der Diözesanbischof von Gurk in einer Aussendung am Donnerstag.
Dabei habe der Landeshauptmann "oft einen langen Atem und viel innere Ruhe bewiesen". Kaiser habe "großen Wert daraufgelegt, mitten unter den Menschen zu sein - bei politischen Terminen und offiziellen Veranstaltungen ebenso wie bei sportlichen und kulturellen Events". Dies habe er selbst bei zahlreichen gemeinsam wahrgenommenen Terminen erlebt.
Den Kirchen im Land sei Kaiser immer "mit entsprechender Wertschätzung gegenübergetreten". Außerdem habe er sich unterstützend zu kirchlich relevanten Themen wie der Karfreitagsfrage geäußert und kirchliche Veranstaltungen wohlwollend unterstützt", so Bischof Marketz. Kaiser sei auch ein "Förderer der gelebten Zweisprachigkeit in Kärnten" gewesen, was sich z. B. darin gezeigt habe, dass der scheidende Landeshauptmann bei öffentlichen Veranstaltungen und Reden meistens auch ein paar Sätze in Slowenisch, der zweiten Landessprache, gesprochen habe.
Dem designierten Landeshauptmann Daniel Fellner wünschte der Kärntner Bischof in der Aussendung zugleich "Gottes Segen für diese verantwortungsvolle Arbeit".
Der SPÖ-Politiker Kaiser hatte am Dienstag zum letzten Mal eine Sitzung der Kärntner Landesregierung als Landeshauptmann geleitet. Am 31. März endet Kaisers dreizehnjährige Amtszeit, die Wahl Fellners soll am 7. April im Kärntner Landtag stattfinden.
Quelle: kathpress