
Dornbirn: Ausstellung mit inklusiven Perspektiven auf "erfülltes Leben"
Was macht ein erfülltes Leben aus? Dieser Frage geht die Wanderausstellung "Erfüllung im Leben - erzählt und erlebt" nach, die derzeit im "WirkRaum" der Caritas in Dornbirn zu sehen ist. Besuchende werden an den zehn interaktiven Stationen der Schau stets von Menschen mit Beeinträchtigungen angeleitet und begleitet. Die Ausstellung verbindet dabei wissenschaftliche Erkenntnisse mit interaktiven Elementen, denn sie ist das Ergebnis eines gemeinsamen Forschungsprojekts der Universität Zürich und der Lebenshilfe Vorarlberg.
Dabei wurden Menschen mit Behinderungen als aktive Forschungspartner einbezogen. Dass die Besuchenden nun direkt von diesen Experten durch die Stationen geführt werden, ist ein zentraler Pfeiler des Konzepts. "Entscheidend war, dass Menschen mit Behinderungen in diesem Projekt nicht nur beobachtet, sondern als Partner einbezogen wurden", erklärt Projektleiter Andreas Bartl. Die Beiträge der 15 Teilnehmenden der Lebenshilfe Vorarlberg hätten die wissenschaftliche Studie maßgeblich geprägt und sichtbar gemacht, wie vielfältig erfüllte Lebensmomente sein können.
"Diese Ausstellung zeigt, wie viel entsteht, wenn Menschen mit Behinderungen echte Möglichkeiten zur Entfaltung bekommen", so Michaela Wagner-Braito, Geschäftsführerin Lebenshilfe Vorarlberg. Die Zusammenarbeit habe neue Perspektiven auf Lebensqualität geöffnet und sichtbar gemacht, wie wertvoll die Praxis für die Wissenschaft sei. Die Besuchenden treten im "WirkRaum" in der Bahnhofstraße 9 in einen direkten Dialog mit dem Referententeam der Lebenshilfe. Die Schau ist zudem in den Themenschwerpunkt "Frieden mitgestalten" eingebettet, der untersucht, welche Räume es für sozialen Frieden braucht.
Begleitprogramm und Workshops im April
Die Ausstellung ist noch bis Ende April 2026 zugänglich. Im April finden zahlreiche Workshops statt, die jeweils von 9 bis 11 Uhr angeboten werden - unter anderem am Mittwoch, den 8. April, und Freitag, den 10. April.
Zusätzlich werden spezielle Formate für den Austausch angeboten. Am Donnerstag, den 9. April, führt das Team ab 14 Uhr durch einen kuratierten Rundgang. Ein "grenzüberschreitender Dialog" ist für Dienstag, den 14. April, um 18 Uhr angesetzt. Eine besondere "Erfüllungswerkstatt" mit Doris Baumann und Andreas Bartl findet am Vormittag des 21. April statt. Den Abschluss der Ausstellung bildet ein gemeinsamer Ausstellungsspaziergang am Freitag, den 24. April, um 9 Uhr.
Quelle: kathpress