
"aktion leben": Familienbonus "kein Zuckerl, sondern Gerechtigkeit"
"Familien zu stärken, sollte oberste Priorität der Regierung sein": Mit diesen Worten hat "aktion leben" sich kritisch in die laufende Debatte zur Zukunft des Familienbonus eingebracht. Eine Steuererleichterung für berufstätige Eltern sei "kein Zuckerl, sondern Gerechtigkeit", betonte "aktion leben"-Generalsekretärin Martina Kronthaler in einer Aussendung am Dienstag. Viele Familien würden die 2.000 Euro im Jahr pro Kind, die sie maximal an Steuererleichterung geltend machen können, dringend benötigen: "Die Kosten laufen den Familien davon, die Teuerung spüren Familien besonders. Planungssicherheit ist Familien ganz besonders wichtig und der Familienbonus ist im Familienbudget definitiv bereits eingeplant." Zuvor hatte auch der Katholische Familienverband gegen die Pläne protestiert.
Hintergrund sind Vorschläge des Fiskalrats - ein Gremium zur Überwachung der Fiskaldisziplin Österreichs - zur Senkung des Budgetdefizits. Besonders wirksam wären demnach eine Abschaffung des Familienbonus, weitere steuerliche Maßnahmen etwa bei der Umsatzsteuer und Einsparungen bei den Pensionen. Eine Abschaffung von Familienbonus bzw. Kindermehrbetrag im kommenden Jahr würde einen potenziellen Einsparungseffekte von 1,8 Milliarden erbringen, hieß es.
"Immer mehr junge Menschen überlegen sich, ob sie sich Kinder noch leisten können. Ihre Überlegungen sind nachvollziehbar angesichts von Inflation, den teuren Wohnungen und gestiegenen Energiekosten. Wir sollten daher nicht weniger, sondern mehr investieren, damit das Leben für junge Eltern mit Kindern leichter wird", mahnte Kronthaler. Erwerbstätigkeit würde zudem nicht Überfluss bedeuten. Weiters sei die Berufstätigkeit von Müttern und Vätern wichtig für Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit, beuge Abhängigkeit vor und fördere Integration. "Wir müssen auch Menschen stärken, die Steuern zahlen und Kinder großziehen", so "aktion leben österreich".
Quelle: kathpress