
AKV-Ehrenpräsident Helmut Kukacka 80
Der frühere Präsident und jetzige Ehrenpräsident der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV), Helmut Kukacka, feiert am 1. April seinen 80. Geburtstag. "Die Gesellschaft aus dem Glauben heraus mitzugestalten", nannte Kukacka stets als Grundmaxime der AKV, der er von 2012 bis 2020 vorstand. Der aktuelle AKV-Präsident Matthias Tschirf würdigte gegenüber Kathpress Kukackas jahrzehntelanges Wirken in katholischen Verbänden: "Sein unermüdlicher Einsatz hat der fundierten Erinnerung und Aufarbeitung des christlichen Widerstandes gegen das NS-Regime immer gegolten. Kukacka setzte sich für die verfolgten Christen im Nahen Osten ein. Er verschaffte sich selbst einen Eindruck von ihrer bedrückenden Situation vor Ort und konnte so viele konkrete Hilfsprojekte durchführen."
Tschirf erinnerte daran, dass Kukacka schon als Student als Vorortspräsident des Österreichischen Cartellverbandes im Studienjahr 1974/75 Verantwortung übernahm. "Nach jahrzehntelanger erfolgreicher Tätigkeit in hohen politischen Funktionen auf Landes und Bundesebene, vor allem als Landesrat und Staatssekretär, stellte er sich mit großem Engagement als Kartellvorsitzender des Mittelschülerkartellverbandes (2009-2015) und Präsident der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (2012-2020) zur Verfügung." Für sein Lebenswerk habe ihn die AKV daher vor einigen Monaten zu ihrem Ehrenpräsidenten ernannt. "Wir wünschen ihm auch weiterhin viel Tatkraft und vor allem Gesundheit", so Tschirf über den Jubilar.
Politik und Kirche
Unter Kukackas Führung meldete sich die AKV verstärkt zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen zu Wort und brachte sich in den Diskurs ein. Das betraf etwa den Einsatz für eine ökosoziale Marktwirtschaft auf Grundlage der Katholischen Soziallehre, den Schutz des Lebens vom Beginn bis zu seinem natürlichen Ende sowie den Einsatz für ein vielfältiges und differenziertes Bildungssystem, zu dem auch der konfessionelle Religionsunterricht zählt. Ein besonderes Anliegen war es Kukacka, weltweit Solidarität mit jenen Christen zu zeigen, die in ihren Heimatländern von Verfolgung bedroht oder unterschiedlichsten Arten von Diskriminierung ausgesetzt waren und sind.
Helmut Kukacka, geboren am 1. April 1946 im oberösterreichischen Steyregg, studierte an der Johannes Kepler Universität in Linz Sozialwissenschaften. Nach dem Studium, das er 1972 abschloss, wurde er in der ÖVP aktiv. Er hatte in der Landes- wie Bundespolitik zahlreiche Ämter und Funktionen inne, von 2003 bis 2007 war er Staatssekretär. Kukacka wurde u. a. mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich und dem Großen Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich ausgezeichnet.
Die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände wurde im April 1954 im Niederösterreichischen Landhaus in Wien begründet. Ihr gehören 16 katholische Organisationen an, darunter der Cartellverband, die Sportunion, der Mittelschüler-Kartell-Verband und die Christliche Lehrerschaft. Die AKV organisiert sich eigenverantwortlich und wirtschaftlich selbstständig. Sie ist formell von den Strukturen der Kirche unabhängig, versteht sich aber als bewusst loyal zum kirchlichen Leitungsamt. Jedes Jahr vergibt die AKV auch die "Kardinal Opilio Rossi-Medaille" für "herausragende Leistungen im Sinne des wohlverstandenen Laienapostolats" zur "Gestaltung der Gesellschaft aus christlicher Verantwortung". (Infos: www.akv.or.at)
Quelle: kathpress