
KAÖ-Präsident Kaineder: Krieg in Nahost zeigt "globale Hassmaschine"
Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) hat die jüngsten Äußerungen von Papst Leo XIV. gegen eine Eskalation im Nahost-Konflikt begrüßt und zu verstärkten Friedensbemühungen aufgerufen. KAÖ-Präsident Ferdinand Kaineder forderte, Verhandlungen wieder in den Mittelpunkt zu stellen und pochte auf die Einhaltung des Völkerrechts. "Mit diesem Krieg wurde eine globale Hassmaschine sichtbar, die von allen unverzüglich abgestellt werden muss", so Kaineder. Besonders in der Verantwortung seien politische Verantwortungsträgerinnen und -träger mit christlichem Hintergrund; diese müssten ihr Mandat im Sinne des Friedens wahrnehmen: "Als Christinnen und Christen sind wir zu Friedensstiftern berufen." Denn: "Wer jetzt schweigt, weil er Konsequenzen fürchtet, hat vor der Gewalt resigniert", so Kaineder.
Zuvor hatte Leo XIV. die Waffenruhe in Nahost zwischen den USA und dem Iran begrüßt und zum Gebet für die Verhandlungen aufgerufen. Bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz im Vatikan sagte er am Mittwoch: "Nur durch Verhandlungen kann ein Ende der Feindseligkeiten erreicht werden." Noch am Dienstagabend hatte Leo XIV. auch ungewohnt scharf die Vernichtungsdrohung von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran verurteilt.
Völkerrecht als Basis
Die katholische Laienorganisation betonte besonders die Bedeutung des Völkerrechts, das lebensnotwendige Basis für ein neues Miteinander in Frieden und Fairness sei. "Alle, die das Völkerrecht brechen, müssen klar benannt werden", fordere Kaineder. "Alle, die die Grundlagen demokratischer Ordnung untergraben, dürfen nicht als Teil dieser Ordnung behandelt werden. Das bedeutet: Sanktionen für alle, die das Völkerrecht ignorieren und brechen und sich damit auf die Seite des Unrechts stellen."
Quelle: kathpress