
Papst besucht vier Länder in Afrika
Papst Leo XIV. besucht von 13. bis 23. April vier Länder auf dem afrikanischen Kontinent. Bei der dritten und bisher längsten Auslandsreise seines Pontifikats macht er in Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea Station. Auf dem Programm von Leo XIV. stehen jeweils Begegnungen mit den Präsidenten der vier Länder, Treffen mit Behörden, Zivilgesellschaft und Diplomatischem Corps sowie Besuche bei kirchlichen und sozialen Einrichtungen. In allen vier Ländern feiert der Papst zudem öffentliche Gottesdienste, zumeist unter freiem Himmel.
Leo XIV. ist der erste Papst der modernen Geschichte mit persönlicher Afrika-Kenntnis. Schon während seiner Zeit als Chef des international tätigen Augustinerordens und Leiter der vatikanischen Bischofsbehörde besuchte Robert Prevost eine Reihe von Ländern des Kontinents, einige wie Kenia, Tansania und Nigeria sogar mehrfach.
Das Kirchenoberhaupt reist am 13. April zunächst nach Algier. In dem heute muslimisch geprägten Land besucht Leo XVI. nicht nur die große Moschee von Algier und ein Mahnmal des Bürgerkriegs, sondern auch die archäologische Stätte von Hippo; eine Reminiszenz an den heiligen Augustinus, der dort in der Spätantike Bischof war. Der Papst gehört dem Augustinerorden an und leitete ihn bis 2013.
Von Algerien geht es am 15. April weiter nach Kamerun, wo der Papst in den folgenden Tagen in der Hauptstadt Yaounde, der Wirtschaftsmetropole Douala und in Bamenda Gottesdienste feiert und diverse Begegnungen absolviert. Nach der deutschen Kolonialherrschaft (1884-1916) wurde die Region zwischen Frankreich und Großbritannien aufgeteilt. Nach der Unabhängigkeit 1960/61 entstand ein Staat, der bis heute mit dem Erbe der Zweisprachigkeit und mit internen Konflikten zu kämpfen hat.
Am 18. April fliegt Leo XIV. dann weiter nach Angola, wo als Erbe des Kolonialismus als Amtssprache Portugiesisch gesprochen wird. Der Papst feiert dort u.a. eine große Messe nahe der Hauptstadt Luanda und besucht den Marienwallfahrtsort Muxima.
Letzte Station ist dann ab 21. April Äquatorialguinea. Es ist einer der kleinsten Staaten Afrikas und wird seit 1979 diktatorisch regiert. Dort sind infolge der spanischen Kolonialherrschaft über 80 Prozent der Bevölkerung Katholiken.
Quelle: kathpress