
Opernwelt: Salzburg zeigt neues Kunstprojekt zur Festspielzeit
Auch heuer soll Salzburg zur Festspielzeit Bühne für bildende Kunst werden: Eine Installation des renommierten deutschen Bildhauers Stephan Balkenhol soll den Residenzplatz mit Figuren der Opernwelt "neu zum Leben erwecken", hieß es in einer Aussendung des DomQuartiers am Montag. Von Balkenhol stammt etwa auch die viel beachtete "Sphaera", bekannt als "Goldene Kugel" auf dem Kapitelplatz. Die Figuren der Installation unter dem Arbeitstitel "Là ci darem la mano" ("Dort werden wir uns die Hände reichen") sollen vom 25. Juli bis 5. September in den Alltag der Stadt und Menschen einfließen. Laut dem Künstler werden sie "zu Bürgern der Stadt und diskutieren universelle menschliche Themen wie Freiheit, Macht, Schuld, Eifersucht und Liebe".
Parallel zur Installation werden Skulpturen des Künstlers aus dem Themenkreis der Opernwelt vom 27. Juli bis 6. Oktober in den Prunkräumen des Salzburger DomQuartiers präsentiert. Für Dommuseumsdirektorin Andrea Stockhammer ein besonderes Ereignis, "zumal im Carabinierisaal die erste Oper nördlich der Alpen aufgeführt wurde und Mozart hier seinen Arbeitsplatz hatte". Der Brückenschlag zu Balkenhols Figurenreigen auf dem Residenzplatz sei dabei "besonders reizvoll, zumal der Platz zur Zeit der Fürsterzbischöfe Ort großer künstlerischer Inszenierungen war, in denen auch die breite Öffentlichkeit ihren Platz gefunden hat". Das Domquartier ist der seit 2014 bestehende kirchliche Museumskomplex in der Stadt Salzburg.
Realisiert wird das Projekt auf Einladung von Land und Stadt Salzburg von der Stiftung Kunst und Kultur e. V. Bonn rund um ihren Leiter Walter Smerling. Das Projekt folgt auf die erfolgreiche Installation "Secret Garden" von Jaume Plensa, die im Vorjahr am Residenzplatz zu sehen war.
"Mit der Initiative versuchen wir bewusst, Salzburg neben den Festspielen auch auf der Weltbühne der bildenden Kunst zu platzieren", erklärte Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll im Vorfeld. Balkenhols Opernfiguren würden das musikalische Erbe der Festspiele mitten in den Alltag auf dem Residenzplatz holen, erklärte Salzburgs Bürgermeister Auinger. Durch die Opernfiguren werde dieser zu einem "Ort der lebendigen Auseinandersetzung", betonte Kristina Hammer, Präsidentin der Salzburger Festspiele.
Quelle: kathpress