
Propst Höslinger: Von Augustinus konsequente Gottsuche lernen
Als Vorbild der Suche nach Wahrheit und dem christlichen Glauben hat der Klosterneuburger Propst Anton Höslinger den heiligen Augustinus von Hippo (354-430) bezeichnet. Der spätantike Heilige, in dessen Ordenstradition auch Papst Leo XIV. steht und sich oftmals auf ihn bezieht, wird am 24. April in seiner Ordensfamilie liturgisch gefeiert, als Tag seiner Bekehrung; sein offizieller Gedenktag in der Weltkirche ist der 28. August Höslinger erinnerte in den "Niederösterreichischen Nachrichten" (NÖN, Dienstag) an den Ordensvater von Augustinern und Augustiner-Chorherren als einen Menschen, der "in seinem Suchen nicht nachgelassen" und nicht resigniert habe, obwohl er dabei manchmal "deprimiert" gewesen sei.
Der kirchliche Festtag verweist auf die Taufe des Augustinus am 24. April 387 in Mailand durch Bischof Ambrosius. Obwohl seine Mutter Monika Christin war, fand Augustinus erst nach einem langen und teils verschlungenen Weg zum christlichen Glauben. Er suchte "als junger Mann sein Glück in damaligen religiös-philosophischen Bewegungen", wie Höslinger hervorhob, ehe ihn prägende Erfahrungen und Begegnungen schließlich zum Christentum führten.
Besonders der Aufenthalt in Mailand sowie die Predigten des Bischofs Ambrosius hätten Augustinus nachhaltig beeinflusst, ebenso "seine eifrige Lektüre und die Unterhaltung darüber mit seinen Freunden". Er habe "die Bibel konsequent" gelesen und darin "einen Zugang zu Gott und Jesus Christus" gefunden, so Höslinger. Für den Propst zeigt sich darin ein bemerkenswert aktuelles Beispiel: "Der Weg seiner Bekehrung zum Christentum macht Augustinus zu einem modernen Menschen: Er hat sich sein Suchen und seine Entscheidung nicht leicht gemacht." Gerade diese Ernsthaftigkeit und Konsequenz seien es, die auch heute Orientierung geben könnten.
Zugleich hob Höslinger hervor, was Augustinus auszeichne: "Er blieb konsequent bei seiner Entscheidung und lebte seinen endlich gefundenen christlichen Glauben zielstrebig und geradlinig." Daraus ergebe sich auch eine Herausforderung für die Gegenwart. Wörtlich fragt der stellvertretende Vorsitzende der Österreichischen Ordenskonferenz: "Welche Wege gehen wir konsequent zu unserem Glauben? Wo finden wir - immer wieder neue - Wege zu Gott und zur Frohen Botschaft Jesu?"
Quelle: kathpress