
"Selig, die Frieden stiften": Ökumenisches Nachtgebet im Burgenland
Angesichts weltweiter Krisen und bewaffneter Konflikte wollen kirchliche Organisationen und Bildungseinrichtungen im Burgenland ein deutliches Zeichen für den Frieden setzen. Unter dem Leitwort "Selig, die Frieden stiften" findet am Montag, 27. April um 18 Uhr ein "Abend der Einkehr und Besinnung" in der St. Emmerichskirche in Inzenhof statt. Das Gebet wird vom evangelischen Altbischof Michael Bünker und dem Neusiedler Stadtpfarrer Gabriel Kozuch geleitet. Am Veranstaltungsort direkt an der österreichisch-ungarischen Grenze soll auch an die "mutige Überwindung" des Eisernen Vorhangs erinnert werden, teilte die Diözese Eisenstadt in ihrer Ankündigung mit.
Der 27. April sei dabei bewusst gewählt worden. Am Todestag der Theologin und Friedensaktivistin Dorothee Sölle (1929-2003), die 1975 in Köln die Tradition des "Politischen Nachtgebets" begründete, sollen ihre Texte beim Nachtgebet nachhallen. Sölle habe sich zeitlebens gegen Aufrüstung eingesetzt und den biblischen "Schalom" als eine unzerstörbare Hoffnung im christlichen Glauben beschrieben, hieß es in der Ankündigung. Dieser beschreibe einen Zustand, der weit über die bloße Abwesenheit von Waffen hinausgehe und Gerechtigkeit sowie die Bewahrung der Schöpfung einschließe.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland mit der Bildungsdirektion Burgenland, der KPH Wien-Niederösterreich und dem Bildungsnetzwerk PILGRIM. Beteiligt sind auch das Forum Katholischer Erwachsenenbildung, die Katholische Aktion der Diözese Eisenstadt sowie die Katholische Frauen-, Männer- und Arbeitnehmer:innen-Bewegung. Die Zusammenkunft wird zudem von der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung gefördert.
Quelle: kathpress