
"Sorgen für die Zukunft": Führungskräftekongress im Stift Göttweig
Unter dem Titel "Sorgen für die Zukunft" veranstaltet das Forum christlicher Führungskräfte ab Donnerstag einen Kongress in Stift Göttweig. Im Zentrum steht die Frage, wie Führung in herausfordernden Zeiten gestaltet werden kann, "ohne dabei die eigene Freude und die Zukunftsfähigkeit unserer Organisationen aus den Augen zu verlieren", heißt es in der Ankündigung. Dabei soll neben wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen auch in Blick genommen werden, nach welchem Menschenbild Führungskräfte ihre Verantwortung verstehen und leben. Zu den Vortragenden zählen u. a. der Abt Nikodemus Schnabel, die Theologin Ines Weber, Rektor der Diakonie Eine Welt Wolfgang Ernst und Johannes Kopf, Vorstandsvorsitzender des AMS (Arbeitsmarktservice).
Der Kongress wird vom Abt des Stiftes Göttweig, Patrick Schöder und dem Vorsitzenden des Forums christlicher Führungskräfte, Veit Schmid-Schmidsfelden, feierlich eröffnet. Weitere Grußworte sprechen der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Christoph Neumayer, und der Landtagsabgeordnete Anton Kasser, der in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner an der Veranstaltung teilnimmt.
Fachtagung mit spirituellem Begleitprogramm
Die Fachtagung wolle dazu "ermutigen, eine persönliche Führungskultur zu gestalten, in der Sorgen nicht verdrängt, sondern konstruktiv angegangen werden - und in der Mut und Zuversicht wachsen dürfen", hieß es im Programm. Dabei spiele die zunehmende Bedeutung von Gesundheit, Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit in der Arbeit eine bedeutende Rolle.
Auch ein spirituelles Begleitprogramm mit dem St. Pöltner Bischof Alois Schwarz, dem Göttweiger Abt Patrick Schöder und dem Abt von Stift Kremsmünster wird von Donnerstag bis Samstag angeboten. Eckerstorfer wird am Samstag (25. April) einen Impulsvortrag unter dem Thema "Benediktinische Lebenshaltungen für Führungskräfte" halten.
Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft
In den Keynotes am Donnerstag wird sich der bulgarische Politologe Ivan Krastev analysiert der Frage widmen, wie die tief sitzende Angst vor dem demografischen Wandel das Vertrauen in die Demokratie erschüttert und die politische Landschaft verändert. Monika Köppl-Turyna, Direktorin von EcoAustria, beschäftigt sich mit der Energiekrise, demografischen Entwicklungen und geopolitischen Spannungen als Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft.
Am Freitag referiert u. a. die Profibergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner über Selbstführung unter Extrembedingungen, Abt Nikodemus Schnabel (Dormitio-Abtei) wird über geistliche Quellen für Führung in Zeiten der Krise und Unsicherheit sprechen. Der niederländische Aktivist Teun Toebes stellt vor, welche Lehren Führungskräfte aus dem Umgang mit Menschen mit Demenz ziehen können.
Das Forum christlicher Führungskräfte versteht sich laut eigenen Angaben als Vereinigung von Unternehmerinnen, Unternehmern und Führungskräften, die sich in ihren beruflichen Tätigkeiten und in ihrem Leben an den Werten des christlichen Glaubens ausrichten. Der Verein wurde 2013 auf Initiative von vier Trägerorganisationen gegründet: der Österreichischen Ordenskonferenz, der Evangelischen Akademie Wien, der Katholischen Aktion Österreich sowie der Industriellenvereinigung.
Quelle: kathpress