
Künftiger heimischer Vatikan-Botschafter freut sich auf neue Aufgabe
Von ausgezeichneten diplomatischen Beziehungen zwischen Österreich und dem Heiligen Stuhl spricht der designierte österreichische Vatikan-Botschafter Karl Prummer im Kathpress-Interview. Österreich und der Vatikan würden in zahlreichen Bereichen sehr ähnliche Positionen vertreten und eng kooperieren. Prummer nannte etwa die Bereiche Menschenrechte, Religionsfreiheit bzw. Schutz von religiösen Minderheiten, interreligiöser Dialog oder Abrüstung. "Mit wird es ein großes Anliegen sein, diese Kooperation fortzusetzen und zu intensivieren", so der Diplomat, der als Botschafter beim Heiligen Stuhl auf Marcus Bergmann folgt. Amtsübergabe ist im kommenden November.
Prummer (57) war bereits von 2010 bis 2013 an der österreichischen Botschaft beim Heiligen Stuhl als Diplomat tätig, zuvor auch bereits von 2002 bis 2005 an der österreichischen Botschaft in Rom. Derzeit leitet er noch die Abteilung für Südtirol und Südeuropa im Außenministerium. Prummer wird Österreich nicht nur beim Heiligen Stuhl vertreten, sondern als außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter auch bei der Republik San Marino und beim Souveränen Malteser-Ritter-Orden. Die definitive Betrauung erfolgt nach Einholung der erforderlichen Agrements der Empfangsstaaten bzw. Völkerrechtssubjekte und nach Ausstellung des Beglaubigungsschreibens durch den Bundespräsidenten.
Diplomatie und Service
Der Heilige Stuhl bzw. Vatikan sei ein riesiges Reservoir an Fachwissen zu bestimmten Themen, führte Prummer weiter aus. Das betreffe nicht nur die Kurie bzw. die einzelnen Dikasterien, sondern etwa auch die zahlreichen Universitäten, Institute und weiteren Forschungseinrichtungen, die zum Vatikan gehören. Hier wolle er sich bemühen, "dieses Wissen, das es dort gibt, für Österreich und für die österreichische Diplomatie nutzbar zu machen".
Ein zweiter großer Aufgabenbereich der Vatikanbotschaft liege im Service für österreichische Pilgergruppen, führte Prummer weiter aus. "Österreich ist doch ein sehr stark katholisch geprägtes Land und es gibt entsprechend viele Besuchergruppen. Oft könne die Botschaft dazu beitragen, dass besondere Programmpunkte möglich werden, so der Diplomat. Diese Hilfestellung habe er in seiner ersten Tätigkeitsperiode an der Botschaft als besonders befriedigend und erfreulich empfunden. Nachsatz: "Für mich auch als Katholiken ist es ein Privileg, hier so eng mit dem Heiligen Stuhl zusammenzuarbeiten."
Quelle: kathpress