
Wien: Barnabiten und Salvatorianer feiern gemeinsame Ordensgeschichte
Zwei Orden feiern ihre gemeinsame Ordensgeschichte: Vor 100 Jahren haben die Salvatorianer in Österreich die Häuser und Seelsorgeräume der Barnabiten übernommen, die vor 400 Jahren ins Land gekommen waren. Diesem "Geteilten Erbe" widmen sich am 13. Juni eine Führung und ein Symposium in Wien. Am 14. Juni, 10 Uhr, feiern die Salvatorianer gemeinsam mit einer Delegation der Barnabiten einen Dankgottesdienst in der Michaelerkirche. Anschließend laden die beiden Ordensgemeinschaften zur Agape ins Sommerrefektorium.
Am 13. Juni kündigte der Orden für 10 Uhr die Führung "Auf den Spuren der Barnabiten" durch die Michaelerkirche und das Kolleggebäude an. Um 14 Uhr wird in der Barnabiten-Bibliothek das neue Buch "Geteiltes Erbe - 400 Jahre Seelsorge der Barnabiten und Salvatorianer in Österreich" präsentiert. Dieses enthält Beiträge des renommierten Kunsthistorikers Prof. Richard Bösel über "Die Bautätigkeit der Barnabiten in Österreich", von Kirchenhistoriker Prof. P. Filippo Lovinson, des Ordenshistorikers und ehemaligen Pfarrers von St. Michael Pater Peter van Meijl SDS über die "Übernahme der Barnabitenhäuser durch die Salvatorianer im Jahre 1923" und des Kunsthistorikers Günther Buchinger über "Die künstlerische Ausgestaltung von St. Michael unter den Barnabiten". Vor Ort sprechen werden die Historiker Bösel und Lovinson.
Kaiser Ferdinand II. hatte den Männerorden der Barnabiten 1626 aus Italien eingeladen, um die Rekatholisierung (Gegenreformation) in seinem Reich voranzutreiben, wie Martin Kolozs, Provinzarchivar der Salvatorianer, im neuen Buch schreibt. Für knapp 300 Jahre wirkte die Kongregation der Regularkleriker vom heiligen Paulus (Barnabiten) in der heutigen Bundeshauptstadt und in Niederösterreich. Ab 1923 wurden ihre Niederlassungen und seelsorglichen Pflichten an die Gesellschaft des Göttlichen Heilandes (Salvatorianer) übergeben. Diese bewahren bis heute das barnabitische Erbe und wollen im Jubiläumsjahr an ihre Vorgänger erinnern.
(Weitere Informationen: https://salvatorianer.at)
Quelle: kathpress