
OÖ: Floriani-Feiern mit Landesspitze
Die Bedeutung der freien Religionsausübung und eines guten Miteinanders von Kirche und Staat hat Abt Bernhard Eckerstorfer am Hochfest des Heiligen Florian, des Landes- und Diözesanpatrons von Oberösterreich, betont. Christlicher Glaube bedeute Loyalität gegenüber dem Gemeinwohl, kenne jedoch Grenzen, wenn es um die letzte Bindung des Menschen gehe, sagte Eckerstorfer laut Bericht auf der Website der Diözese Linz beim Festgottesdienst am 4. Mai in der Stiftsbasilika St. Florian bei Linz. Für Christinnen und Christen stehe Gott über jeder menschlichen Macht. Daraus erwachse ein kraftvolles Zeugnis, das auch der Gesellschaft zugutekommen könne, so der Abt von Stift Kremsmünster.
Eckerstorfer war heuer erneut Festprediger bei den Floriani-Feiern im Stift St. Florian. Der Florianer Propst Klaus Sonnleitner konnte am Landesfeiertag eine Reihe von Ehrengästen aus Kirche, Politik und öffentlichem Leben begrüßen, darunter Landeshauptmann Thomas Stelzer und Alt-Landeshauptmann Josef Pühringer. Beim Einzug zur Festmesse in der Stiftsbasilika trug Propst Sonnleitner die Reliquie des Heiligen Florian, die im 18. Jahrhundert von Krakau ins Stift kam. Musikalisch wurde der Festgottesdienst von den Florianer Sängerknaben und dem Altomonte-Orchester gestaltet. Zur Aufführung gelangte Wolfgang Amadeus Mozarts "Krönungsmesse" KV 317.
Der Heilige Florian war ein frühchristlicher Märtyrer der im Jahr 304 in Enns starb. Nach alter Überlieferung soll sich sein Grab an jener Stelle befunden haben, an der heute die Basilika des Stiftes St. Florian steht. Seit 1971 ist der Heilige Florian Patron der Diözese Linz, seit 2004 auch Landespatron von Oberösterreich.
Quelle: kathpress