
Amstettner Gemeinderat fordert Landesmittel für Don-Bosco-Zentrum
Der Gemeinderat von Amstetten hat am Mittwoch eine Resolution verabschiedet, in der der niederösterreichische FP-Landesrat Martin Antauer aufgefordert wird, dem Jugendzentrum "JA Don Bosco" wie auch schon bisher eine Landesförderung zukommen zu lassen, damit der Betrieb aufrechterhalten werden kann. Die Resolution wurde mit Gegenstimmen der FPÖ beschlossen. Wie es nun weitergeht, bleibt freilich offen. Als Antauer Mitte April den Förderstopp mitteilte, war die Aufregung groß und es hieß, das Heim müsse nun nach 60 Jahren mit Jahresende schließen. Von kirchlicher Seite wollte sich am Mittwoch niemand zur Causa äußern.
Das offene Jugendzentrum "JA Don Bosco" gilt seit Jahrzehnten als wichtige Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche und ist das älteste Jugendzentrum Niederösterreichs. Das Heim, das vom Sozialwerk Don Bosco betrieben wird, bietet Freizeit-, Beratungs- und Bildungsangebote sowie niederschwellige Betreuung durch ein pädagogisches und sozialarbeiterisches Team.
Rund 40 Prozent der Finanzierung stammen aus Landesmitteln, die für das laufende Jahr 50.000 Euro betragen. Weitere Zuschüsse kommen von der Stadt Amstetten, der Pfarre Herz Jesu, den örtlichen Salesianern Don Boscos sowie dem Träger selbst.
Es geht um die Zukunft der Kinder"
Die Geschäftsführerin des Sozialwerks Don Bosco, Regina Schmid, hat am Mittwochnachmittag an die politisch Verantwortlichen appelliert, das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt der Bemühungen zu stellen und nicht parteipolitisches Kalkül. "Es geht um die Zukunft zahlreicher Kinder und Jugendlicher", so Schmid gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress. Im Zentrum werde ausgezeichnete Arbeit geleistet, diese dürfe nicht dem Sparstift zum Opfer fallen. Schon jetzt müsse man einen eingeschränkten Betrieb fahren. Im Februar habe man vom zuständigen FP-Landesrat erfahren, dass es für heuer keine Mittel geben wird. Schmid gab zu bedenken, dass die Summe, um die es gehe, angesichts des Bedarfs vieler Jugendlicher an Orientierung und Kommunikation, letztlich sehr gering sei.
Quelle: kathpress