
Katholische Jugend beschließt neue Leitlinien für Umgang mit KI
Die Katholische Jugend Österreich (KJ) hat bei ihrer Bundeskonferenz neue Leitlinien zu Künstlicher Intelligenz beschlossen. Die Positionen unterstreichen die Überzeugung der KJÖ, dass technologischer Fortschritt mit ökologischer Verantwortung und globaler Solidarität einhergehen muss, teilte die KJ in einer Aussendung am Montag mit. Die KJ fordert in ihrem Beschluss, dass die Menschenwürde bei generierten Inhalten bewahrt werden müsse. "Dazu braucht es auch gesetzliche Rahmenbedingungen, die die entwickelnden Konzerne in die Pflicht nehmen, dies sicherzustellen", erklärte Rafael Haigermoser, der erneut zum Vorsitzenden der KJ gewählt wurde. Der 27-jährige Salzburger zählt neben Elisabeth Wanek und Klemens Lesigang zum Leitungstrio.
"Als Katholische Jugend sind wir davon überzeugt, dass jeder Mensch als Abbild Gottes einzigartig ist. Menschliche Talente und Fähigkeiten sind so viel mehr als die Effizienz von Maschinen", betonte Vorsitzende Wanek. Gleichzeitig gehöre technischer Fortschritt "zu unserem Leben, und wir wollen dem sicher begegnen können". "Daher brauche es qualitativ hochwertige Angebote, um Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, sich mit Künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen", so Wanek zu den neu beschlossenen Leitlinien.
Vergangene Woche kamen knapp 60 Delegierte der österreichischen Diözesen im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg zusammen, um neue Strategien für die Jugendpastoral zu diskutieren. Gewählt wurde auch eine neue KJ-Seelsorgerin. Christine Schmid wird die pastorale Begleitung von Haupt- und Ehrenamtlichen auf Bundesebene übernehmen. Zu ihren Aufgaben zählen unter anderem die theologische Beratung, die Gestaltung spiritueller und liturgischer Impulse bei Veranstaltungen sowie Vernetzung.
Quelle: kathpress