
Burgenland: "Lange Nacht" im Zeichen von Mut und Zuversicht
Zahlreiche Kirchen in allen Regionen des Burgenlandes öffnen auch heuer wieder Freitag, 29. Mai, in der "Langen Nacht der Kirchen" ihre Türen und laden Besucherinnen und Besucher zu einem vielfältigen Programm ein. Insgesamt 23 Standorte bieten ein breites Spektrum an Veranstaltungen: von Konzerten und Lesungen über Ausstellungen, Diskussionen und Führungen bis hin zu Gebet, Stille und Begegnung. Aber auch innovative Formate wie Workshops, Dialogformate oder Angebote für Kinder und Jugendliche dürfen im diesjährigen Programm nicht fehlen, wie die Diözese Eisenstadt in einer Aussendung mitteilte.
Im Zentrum der "Langen Nacht" steht das Leitwort "MUTeinander", inspiriert vom Bibelvers: "Fasse Mut, steh auf!" Dieses Wort aus dem Evangelium erzählt von der Heilung des blinden Bartimäus und werde "zur Einladung, Vertrauen zu wagen, aufzubrechen und neue Wege zu gehen - gerade in herausfordernden Zeiten", wie es in der Aussendung heißt.
Tragende Lebenskräfte
Bischof Ägidius Zsifkovics und der evangelische Superintendent Robert Jonischkeit greifen diese Botschaft im Vorwort des Programmhefts auf. Zsifkovics betont die Bedeutung von Mut und Hoffnung als tragende Kräfte menschlichen Lebens und sieht die Lange Nacht der Kirchen als Raum, in dem Zuversicht wachsen kann. "Die teilnehmenden Kirchen im Burgenland öffnen Räume der Stille, der Musik, des Gesprächs und der Inspiration - Orte, an denen Mut wachsen und Zuversicht keimen kann", so der Bischof.
Superintendent Jonischkeit hebt hervor, wie wichtig es sei, Hemmschwellen zu überwinden und respektvoll aufeinander zuzugehen. "Dabei gilt es, Vorurteile abzubauen und sein Gegenüber mit Offenheit und Toleranz wahrzunehmen. Gerade in der Ökumene und im interreligiösen Dialog sind diese Eigenschaften besonders wichtig."
Über 1.700 Veranstaltungen österreichweit
Österreichweit sind in der "Langen Nacht der Kirchen" mehr als 1.700 Veranstaltungen in rund 600 Kirchen bzw. weiteren Orten geplant. Eröffnet wird die "Lange Nacht" wieder traditionell mit dem österreichweiten Glockengeläut um 17.50 Uhr. Bis auf die Diözese Feldkirch, die heuer pausiert, sind alle heimischen Diözesen mit dabei, ebenso die Katholische Kirche in Südtirol (Diözese Bozen-Brixen). An der ökumenischen Großveranstaltung nehmen stets alle im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) vertretenen Kirchen teil. In den vergangenen Jahren verzeichnete die "Lange Nacht" österreichweit stets an die 300.000 Besucher. Mit dieser Zahl rechnen die Veranstalter auch heuer.
(Alle Infos: www.langenachtderkirchen.at)
Quelle: kathpress