Katholischer Familienverband startet österreichweite Steuerinfo-Woche
Rund um den Internationalen Tag der Familie am 15. Mai organisiert der Katholische Familienverband Österreich erstmals eine österreichweite "Steuerinfo-Woche" mit kostenlosen Beratungs- und Informationsangeboten für Familien. Ziel der Initiative sei es, Familien über steuerliche Entlastungen zu informieren und dabei zu helfen, mögliche Rückerstattungen besser zu nutzen, teilte der Verband am Mittwoch mit.
Auf ein "buntes Potpourri an Angeboten" verwies Vizepräsidentin Barbara Fruhwürth. Viele Familien würden nach wie vor Geld beim Finanzamt liegen lassen und auf mögliche Steuererstattungen verzichten. Zwar sei das System "seit der Einführung des Familienbonus um einiges unkomplizierter", dennoch gebe es weiterhin "viele Fragen rund ums Thema Familie und Steuern", so Fruhwürth.
Höhepunkt der Aktionswoche ist laut Aussendung ein österreichweiter Steuerinfotag am Dienstag, 19. Mai. Von 14 bis 16 Uhr bietet die Steuerberaterin und Finanzreferentin Andrea Kromer eine kostenlose telefonische Beratung für Familien aus ganz Österreich an. Familien könnten anonym Fragen stellen und sich "niederschwellig" informieren.
Zusätzlich sind regionale Informationsangebote geplant. Beispielsweise organisiert in der Steiermark der Familienverband gemeinsam mit der privaten Grazer Volksschule Sr. Klara Fietz eine kostenlose Steuerberatung während der Wartezeiten bei einem Elternsprechtag. "Wir wollen dort sein, wo Familien sind. Wer kennt nicht das Warten am Elternsprechtag", sagte Fruhwürth. Im Burgenland und in Niederösterreich sollen zudem Steuerberaterinnen und Steuerberater aus der jeweiligen Umgebung kontaktiert werden können.
Begleitend dazu veröffentlicht der Verband Steuertipps in sozialen Medien. Fruhwürth begrüßte in diesem Zusammenhang, dass es den Familienbonus trotz Diskussionen im Zuge des Sparpakets weiter geben werde. "Wir sind erleichtert, dass trotz intensiver Gegenkampagnen der Familienbonus als zentrale Steuererleichterung erhalten geblieben ist", sagte sie.
Als Beispiele für mögliche steuerliche Absetzbeträge nannte Fruhwürth Arbeitskleidung, Kursbeiträge oder Laptops. Wichtig sei dem Verband insbesondere, "dass es ein steuerfreies Existenzminimum für Kinder gibt und die Familien darüber auch Bescheid wissen". Ein bewusster Umgang mit steuerlichen Möglichkeiten könne Familienbudgets entlasten und "die Teuerung vielleicht ein wenig abfedern".
(Infos zur "Steuerinfo-Woche 2026" unter www.familie.at/steuerinfowoche)
Quelle: kathpress
