
Auch ostkirchliche Akzente in der "Langen Nacht der Kirchen"
Am 29. Mai findet wieder die "Lange Nacht der Kirchen" statt. Von Anfang an bei diesem ökumenischen Großprojekt mit dabei war auch die Orthodoxe Kirche in Österreich. Wie schon in den vergangenen Jahren setzen die orthodoxen Kirchen im Land auch heuer wieder Akzente. In Österreich gibt es bis zu 550.000 orthodoxe und orientalisch-orthodoxe Christen.
In der Wiener griechisch-orthodoxen Kathedrale zur Hl. Dreifaltigkeit (1010, Fleischmarkt 13), der benachbarten Georgskirche (1010, Griechengasse 8) sowie in der Kapelle zum Hl. Johannes Chrysostomos unterhalb der Dreifaltigkeitskathedrale (Hafnersteig 8) werden alternierend ab 18 Uhr Kirchenführungen angeboten. Dazu gibt es in der Dreifaltigkeitskathedrale eine orthodoxe Vesper (auf Griechisch und Deutsch) mit byzantinischen Gesängen.
In der russisch-orthodoxen Nikolauskathedrale (1030, Jauresgasse 2) gibt es Kirchenführungen in deutscher und englischer Sprache sowie um 19 Uhr ein Konzert der Chöre der Kathedrale.
In der rumänisch-orthodoxen Andreas-Kirche in Wien-Simmering (Simmeringer Hauptstraße 161) hält Bischofsvikar Nikolae Dura um 17 Uhr einen Vortrag anlässlich des Jubiläums 120 Jahre rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde in Österreich. Um 18 Uhr wird auf Deutsch und Rumänisch das Marienlob (Hymnos Akathistos) gebet bzw. gesungen. Weiters gibt er Kirchenführungen und Darbietungen des Kirchenchores.
Geöffnet ist in der "Langen Nacht" auch die rumänisch-orthodoxe Kapelle in der Löwelstraße in der Inneren Stadt. Ein geschichtsträchtiger Ort. Hier wurde vor 120 Jahren - 1906 - du erste rumänisch-orthodoxe Gottesdienststätte in Wien bzw. Österreich eingerichtet. Um 18 Uhr erklingt in der Kapelle das Marienlob (Hymnos Akathistos), im Anschluss wird eine Ikonenausstellung eröffnet.
In der rumänisch-orthodoxen Kirche St. Antonius im 15. Bezirk (Pouthongasse 16) gibt es neben einer Vesper und Kirchenführungen auch ein Podiumsgespräch (20 Uhr), bei dem orthodoxe Jugendliche zu Wort kommen und ihre Sicht auf Kirche, Glaube, Gesellschaft darlegen.
In der serbisch-orthodoxen Kathedrale zum Hl. Sava (1030, Veithgasse 3) beginnt die "Lange Nacht" mit einer Vesper (18 Uhr). Es folgen Darbietungen des Kinderchores sowie Kirchenführungen. Dazu gibt es einen Vortrag über Kirchenbau und Kirchenkunst im mittelalterlichen Serbien. Die serbisch-orthodoxe Kirche zur Auferstehung Christi im zweiten Wiener Gemeindebezirk (Engerthstraße 158) lädt ab 19 Uhr zu einer Vigil (Nachtwache).
In der serbisch-orthodoxen Kirche in Neulerchenfeld (1160, Neulerchenfelder Straße 47) gibt es nach der Vesper (18 Uhr) u.a. kirchliche Lieder aus der serbisch-orthodoxen Kirche und einen Vortrag über die Gottesmutter Maria.
In der neuen serbischen Kirche "Am Schöpfwerk" (1120, Lichtensterngasse 4) gibt es neben einer Vesper (18 Uhr), traditionellen serbischen Kirchenlieder und Kirchenführungen u.a. einen Vortrag über die Sakramente in der Orthodoxen Kirche.
Programm auch in den Bundesländern
Obwohl die orthodoxe Kirche vor allem in Wien präsent ist, gibt es auch in den Bundesländern einige Programmpunkte. In Linz lädt etwa die serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde (Posthofstraße 41) zu Kirchenführungen und einer Ikonenausstellung. In Klagenfurt gibt es um 18 Uhr eine Vesper in der neuen rumänisch-orthodoxen Kirche St. Demetrios (Flughafenstraße) mit anschließender Kirchenführung.
In der rumänisch-orthodoxen Kirche in St. Pölten-Harland (Salcherstr. 43) werden byzantinische Kirchenlieder dargeboten und es gibt viele Informationen zum Jubiläum "120 Jahre Rumänisch-orthodoxe Kirche in Österreich". In Tulln werden mit einem kleinen Bummelzug verschiedene Kirchen angefahren, wo sich die Besucher auf besonders gestaltete Programmpunkte freuen dürfen. Mit dabei ist auch die serbisch-orthodoxe Pfarre zum Hl. Nikolaus (Grünwaldg. 20).
In Innsbruck macht wie jedes Jahr auch heuer die serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde "Geburt des Hl. Johannes des Täufers" (Maximilianstraße 8) mit. Auf dem Programm stehen u.a. eine Vesper und eine Ikonenausstellung.
Im steirischen St. Ruprecht an der Raab lädt Pfarrer Catalin Horvath schon um 17 Uhr zu einer Führung durch die neue rumänisch-orthodoxe Kirche (Dietmannsdorferstraße 460, 8181 St. Ruprecht) . In Mödling lädt die serbisch-orthodoxe Gemeinde zum Hl. Nikolaus (Josef Hyrtl-PLatz 4) zu Gebet, Musik und Begegnung.
Orientalische Kirchen
Auch einige orientalisch-orthodoxe Kirchen sind heuer bei der "Langen Nacht" dabei. Ein umfangreiches Programm bietet die Armenisch-apostolische St. Hripsime-Kirche in Wien (1030, Kolonitzgasse 11), das ab 17.55 Uhr mit Glockengeläut eröffnet wird. Es folgen u.a. Liturgien, armenische Musik und ein Film über Berg-Karabach (Artsach).
Die Koptisch-orthodoxe Kirche in Wien lädt in ihrer St. Mina-Kirche (1100, Leebgasse 61) zu einem Vortrag zur Frage "Warum braucht der Mensch Gott?" Vertreterinnen und Vertreter der Kirche stehen für Gespräche zur Verfügung. In Graz lädt die örtliche koptisch-orthodoxe Gemeinde schon ab 17 Uhr zu einem bunten Programm in die Kirche zum Hl. Johannes der Täufer (Adresse: Hafnerstraße 122).
Katholische Ostkirchen
Aus dem Leben der Kirchen in Österreich sind auch die katholischen Ostkirchen nicht mehr wegzudenken. In der "Langen Nacht" öffnet wie jedes Jahr auch heuer wieder die ukrainisch-orthodoxe Zentralpfarre St. Barbara (Postgasse 8-12) in der Wiener Innenstadt ihre Türen. Auf dem Programm stehen u.a. eine festliche Liturgie und ein Konzert des Chores "Barbareum".
Über 1.700 Veranstaltungen österreichweit
Österreichweit sind in der "Langen Nacht der Kirchen" mehr als 1.700 Veranstaltungen in rund 600 Kirchen bzw. weiteren Orten geplant. Eröffnet wird die "Lange Nacht" wieder traditionell mit dem österreichweiten Glockengeläut um 17.50 Uhr. Bis auf die Diözese Feldkirch, die heuer pausiert, sind alle heimischen Diözesen mit dabei, ebenso die Katholische Kirche in Südtirol (Diözese Bozen-Brixen). An der ökumenischen Großveranstaltung nehmen stets alle im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) vertretenen Kirchen teil. In den vergangenen Jahren verzeichnete die "Lange Nacht" österreichweit stets an die 300.000 Besucher. Mit dieser Zahl rechnen die Veranstalter auch heuer.
Quelle: kathpress